Ökumenischen Friedensgottesdienst
am Sonntag, dem 16. November 2025, in der Gedächtniskirche Rosow

Liebe Freunde der Gedächtniskirche Rosow,

im Rahmen der jährlichen Friedensdekade 2025 feiern wir – wie in den vergangenen beiden Jahren – wieder einen Ökumenischen Friedensgottesdienst mit Pfarrer Bernhard Riedel.
Der Gottesdienst wird musikalisch begleitet vom CANTEMUS CHOR der ehemaligen Evangelischen Kirchengemeinde Penkun unter der Leitung von Tomasz Witkowski.

Pfarrer Bernhard Riedel war dreiundzwanzigeinhalb Jahre (1999–2022) Gemeindepfarrer in Penkun. Anschließend war er Militärpfarrer am Standort Torgelow mit Zuständigkeit für die Bereiche Stettin, Viereck, Golchen, Utzedel und Prenzlau (2022–2025). Seit Februar 2025 ist er Pfarrer für besondere Dienste der Propstei Pasewalk.

Wir danken Herrn Pfarrer Riedel herzlich für seine Bereitschaft, gelegentlich in unserer Gedächtniskirche Gottesdienste zu übernehmen und damit die Arbeit unseres Fördervereins zu unterstützen.

Besonders gefreut haben wir uns, dass er in den Jahren 2023, 2024 und 2025 im Rahmen seines Lebenskundlichen Unterrichts (LKU) mehrfach mit Soldaten nach Rosow gekommen ist. Dieser Unterricht diente nicht der politischen Bildung, sondern behandelte Fragen der Lebensführung, Verantwortung und Geschichte. Themen waren unter anderem:

  • 80 Jahre Kriegsende an der Oder – Die neue deutsche Ostgrenze
  • Konsequenzen eines verlorenen Krieges: die willkürliche Grenzziehung und Ortsteilung in Rosow–Rosówek
  • Soldatisches Leben: Gehorsam und Widerstand im Kontext zu Dietrich Bonhoeffers Wirken in Pommern sowie seinen Werken „Gemeinsames Leben“ und „Widerstand und Ergebung“
  • Die Auswirkungen des misslungenen Widerstands vom 20. Juli 1944 auf Europa und die Nachkriegsordnung Deutschlands – am Beispiel des Stettiner Umlandes in den Altkreisen Randow und Greifenhagen
  • Flucht, Vertreibung und Neuanfang: Lebensschicksale, Erinnerungen und posttraumatische Belastungsstörungen infolge dramatischer Kriegserlebnisse – Begegnungen mit Zeitzeugen


Der theoretische Unterricht war häufig mit einem Besuch bei Günther Höppner in Mescherin verbunden, der als Zeitzeuge und Buchautor am Gedenkstein für das Jugendbataillon Langemark von seinen Erfahrungen berichtete.
Darüber hinaus führten Exkursionen zur heutigen deutsch-polnischen Grenze in Neurosow–Rosówek am Berlin–Stettin-Radweg sowie in den Garten der Stille und Meditation in Stettin-Finkenwalde / Szczecin-Zdroje.

Wir freuen uns sehr, dass Prof. em. Dr.  Karl-Heinz Kuhlmann in diesem Jahr auf Bitten von Pfarrer Riedel die Predigt halten wird.
Durch den Pommernkonvent und die Pommersche Heimatkirche entstand bereits vor vielen Jahren eine enge Verbindung zwischen ihm und Pfarrer Riedel. Daraus entwickelte sich eine langjährige pastorale Mitarbeit bei der seelsorgerlichen Betreuung der verbliebenen evangelischen Gemeinden im ehemaligen – heute polnischen – Hinterpommern, bis hin zur alten Reichsgrenze im Osten. Dort predigte Prof. Kuhlmann über viele Jahre regelmäßig und begleitete die kleinen Gemeinden mit großer Hingabe.

Er wirkte zudem mehrfach jährlich in Penkun und den umliegenden Dörfern mit und hielt an Sonn- und Feiertagen bis zu vier Gottesdienste, übernahm Unterricht, Beerdigungen und feierliche Ehejubiläen.

Prof. Kuhlmann wurde 1934 in Stettin geboren. Er erlebte 1943 die Zerstörung seiner Wohnung durch Bombenangriffe sowie 1945 die Evakuierung nach Eichelshagen bei Pyritz und den Einmarsch sowjetischer Truppen. Im Juni 1945 folgte die sogenannte „wilde Vertreibung“ aus der pommerschen Heimat. Diese prägenden Erfahrungen bestimmen bis heute sein Engagement für Frieden, Versöhnung und historisches Erinnern.

Unser herzlicher Dank gilt auch dem CANTEMUS CHOR mit seinem musikalischen Leiter sowie allen, die durch ihre stille Mithilfe diesen Gottesdienst ermöglichen.

Predigt von Pastor Prof. em Dr. Karl Heinz Kuhlmann

Text Römer 8, 18-25

Liebe Gemeinde
Fragen über Fragen: Bedeuten die Unfallopfer, die Krebstoten, die Hungernden in der Dritten Welt, dazu der Leerlauf und die Vergeblichkeiten in meinem Leben nichts im Verhältnis zu der verheißenden Zukunft?

Noch provozierender gefragt:.Wiegen Auschwitz und Gaza leicht gegenüber der "Herrlichkeit, die einmal an uns offenbart werden soll"? Wer kann und darf so reden? Pastoren etwa? Wer ist in der Lage, das unheilbar Kranken glaubwürdig zu bezeugen? Oder denen, die um einen Verstorbenen trauern? Wer ist so stark und glaubensgewiss sich damit selbst Mut zu machen, wenn er den Tod vor Augen hat? Wird hier das Leid nicht schon von vornherein zugunsten einer Hoffnung, für die es kaum sichtbare Anhaltspunkte gibt, abgeleitet? Wird hier nicht die Gegenwart mit ihren Problemen vom "Prinzip Hoffnung" her verkürzt und entwirklicht?

Die Welt, die uns umgibt und in unser Blickfeld tritt, kann diese unwahrscheinliche Hoffnung nicht rechtfertigen. Sie wird durch andauernde Wirtschaftskrisen, Energie- und Umweltfragen, soziale Konflikte, mangelnde Menschlichkeit und vieles andere in Frage gestellt. Wenn wir von der Zukunft reden, überkommen uns Befürchtungen und Ängste, und das nicht nur wegen der "Grenzen des Wachstum ".

Paulus redet vom Standpunkt des Glaubens aus.Das bildet den Unterschied zur Zukunftsforschung, die von einer Gegenwartsanalyse her gestrichelte Linien in die Zukunft hineinzieht. Christliche Hoffnung hat nichts mit einer Prognose zu tun, die um so vager wird, je weiter sie sich in die vor uns liegende Zeit hinauswagt. Es ist begründete Hoffnung. Der göttliche Geist vergegenwärtigt nicht nur die schon geschehende Heilsgeschichte, sondern vermittelt Gegenwart und Zukunft und gibt uns den Stand der Hoffnung.

Das Zukunftsbild des Glaubens verändert die Gegenwart. Die Zukunftserwartung der Christen ist nicht dadurch schon Hoffnung, daß sie eine Kunst des Möglichen darstellt oder mit dem Unmöglichen rechnet, sondern daß sie Gott das Unmögliche zutraut. Sie ist Auszug aus der Welt des Verrechenbaren; sie verlängert also die Gegenwart in die Zukunft hinein. Ihr Zukunftsbild
kann daher nicht einfach ein Kontrastgemälde zur Gegenwart sein. Die Leiden und Probleme der Gegenwart werden weder überspielt noch überbewertet. Vielmehr wird deutlich ,daß trotz der Größe der Leiden, Ängste und Anfechtungen die künftige Herrlichkeit Gottes zu den Menschen kommt und das ungleich größere Gewicht hat.

Das offenbart den wahren Stellenwert dessen, was uns sonst heute bedrückt und erschrecken kann. Das Leid erweist sich als etwas Vorläufiges und deshalb nur Relatives. Aus dem Wissen um DAS JA des Schöpfers zu seiner Kreatur, das seit der Auferstehung Jesu Christi das positive Vorzeichen der christlichen Weltanschauung und Zukunftserwartung darstellt, gewinnt der Glaube seinen Mut.

Christliche Hoffnung ist keine Flucht in einen schönen Traum, kein Opium des Volkes. Sie schöpft ihre Zuversicht aus dem Reservoir der Vorfreude. Sie denkt die biblische Geschichte nach vorn, erinnert Zukunft, in dem die Dinge vom Ziel der Geschichte her rückblickend gesehen und eingeschätzt werden können.

Wir sind solange wir leben, Wesen zwischen zwei Welten. Wir gehören nur für begrenzte Zeit in diese Welt und können die andere Welt allenfalls manchmal spüren. Zugleich sind die Wände zwischen den beiden Welten dünn. Es kommt daher darauf an, was wir glauben und worauf wir vertrauen.

Ich glaube, es gibt im Leben ein Gesetz, dass wenn eine Tür sich schließt, eine andere sich auftut. Und wenn die Türen, durch die wir gegangen sind, sich einmal schließen, eine nach der anderen, dann vertraue ich darauf, daß sich vor unseren Augen die Wände auflösen, in denen die Türen sich drehten: Die Welt wird größer, als sie jemals für uns gewesen ist, das Licht einer anderen Wirklichkeit liegt über ihr und unser Weg setzt sich in einer nur heute nicht verstellbaren Weise fort.

Dies ist eine Hoffnung. Noch stehen wir überall vor Rätseln, die nicht lösbar erscheinen, jenseits derer wir aber die Auferstehung glauben. Noch leiden wir unter den Dunkelheiten, aber jenseits der Dunkelheit glauben wir die Auferstehung. Noch wird uns das Leid in der Welt unbegreiflich bleiben. Aber wir glauben die Auferstehung. Die Rätsel, die Schmerzen und die Konflikte bleiben.
Aber wir schauen voraus auf die Auferstehung.

Ja, das tun wir als Christen. Aber vorher sind wir durch viele Türen gegangen, an die wir uns erinnern. Ich denke da als ein nunmehr alter Mann an den 20. April 1943. Fliegeralarm gegen Mitternacht mit der totalen Ausbombung in Stettin. Danach die Evakuierung in das Geburtsdorf meiner Mutter in Hinterpommern.

Damit nicht genug. Der Krieg ging ja weiter, und am 2. Februar 1945 rollten die sowjetischen Panzer durch das Dorf. Was dann geschah, will ich hier nicht in Einzelheiten aufzählen, doch nur soviel, als daß ich Augenzeuge von Mord und Vergewaltigung wurde.

Danach dann eine weitere Tür. Die Vertreibung durch Polen im Juni des selben Jahres. Über Fiddichow an der Oder und weiter wieder nach Stettin und Kölzin bei Greifswald, holte uns, also meine Mutter und mich, mein Vater, aus britischer Kriegsgefangenschaft entlassen, über Berlin und Helmstedt nach Aligse bei Lehrte in den Westen.

Es war ein Neuanfang, nur daß es nun endlich Frieden war. Schule, Abitur und Studium der Theologie an verschiedenen deutschen Universitäten sowie schließlich durch ein Stipendium des Lutherischen Weltbundes in den USA. Danach dann die Heirat und 32 Jahre Pastor in einem kleinen Dorf bei Osnabrück. Auch Militärpfarrer im Nebenamt und Jugendschöffe.

Nach der Pensionierung kein Ruhestand, sondern Ruf an verschiedene Universitäten und Hochschulen in Europa, Indien, den USA sowie "LAST not LEAST" auf Inseln der Südsee: Samoa,
Vanuatu, Kiribati und den Cook Inseln.

Und damit bin ich mit nunmehr 91 Jahren hier angekommen. Zuvor noch der Tod meiner Frau im April diesen Jahres nach mehr als 60 Jahren Ehe mit drei Kindern und sechs Enkeln.. Meine Bekanntschaft mit Pastor Riedel brachte mich nach Pommern zurück. Ich konnte ihm in seiner Arbeit in Penkun und den dazugehörigen Dörfern oftmals aushelfen. Dabei dann auch im Rahmen der Pommerschen Heimatkirche Einsatz bei den letzten deutschen Gemeinden im jetzt polnischen Hinterpommern.

Es waren viele Türen, durch welche ich gegangen bin. Auch Sie alle erinnern sich an solche, mehr oder weniger gern.Einmal wird es die Letzte sein.

Ja, und dann der Glaube an die Auferstehung.

"Wir warten Dein, o Gottessohn und lieben Dein Erscheinen. Wir wissen dich auf deinem Thron und nennen uns die Deinen.
Wer an dich glaubt, erhebt sein Haupt und siehet dir entgegen; du kommst uns ja zum Segen."

Amen

An Karsten
Im Namen des Fördervereins Gedächtniskirche Rosow möchten wir dir, lieber Karsten, unseren aufrichtigen und tief empfundenen Dank aussprechen.

Über viele Jahre – ja, Jahrzehnte – hast du dich mit außergewöhnlichem Engagement für die Belange unseres Vereins und für das kulturelle Leben in der Gedächtniskirche Rosow eingesetzt. Mit hohem Anspruch, mit Weitblick und mit großer persönlicher Hingabe hast du dafür gesorgt, dass hier Programme von Qualität und geistigem Gewicht stattfinden konnten.

Dein Einsatz war so vielfältig, dass sich all die vielen Tätigkeiten kaum aufzählen lassen. Dennoch bleiben einige besondere Ereignisse in lebendiger Erinnerung:
Die Grundsteinlegung der wiederaufgebauten Gedächtniskirche, verbunden mit unzähligen Herausforderungen, an denen Du maßgeblich beteiligt warst. Einer der Höhepunkte unserer Veranstaltungen war der Gottesdienst mit dem ehemaligen Vorsitzenden der EKD, Altbischof Prof. Wolfgang Huber aus Berlin – ein Moment, der ohne dein Zutun kaum zustande gekommen wäre.
Ein weiteres großes Anliegen war dir auch der Austausch und die Begegnung im Zeichen der Versöhnung mit unseren polnischen Nachbarn, die du mit viel Herzblut unterstützt und gefördert hast.

Dein großartiger Einsatz hat sicher auch mit deiner besonderen Verwurzelung zu tun: Du bist Nachfolger einer Pastoren-Generation – der Familie Marquardt –, die über viele Jahre hinweg die Pfarrstelle in Rosow geprägt hat. Aus dieser Tradition erwuchs dir ein innerer Bezug zu diesem Ort, der bis heute spürbar ist.

Umso bemerkenswerter ist, dass du all dies getan hast, obwohl du nicht einmal Mitglied unseres kleinen, überschaubaren Fördervereins warst. Du warst dennoch unser Spiritus Rector: ein inspirierender Impulsgeber, eine verlässliche Stimme, ein Mensch, der Verantwortung übernommen hat, ohne jemals Ansprüche zu stellen.

Wir sind dir zutiefst dankbar – und wir verstehen, dass der weite Weg von Berlin nach Rosow mit zunehmendem Alter nicht mehr so leicht zurückzulegen ist. Gerade deshalb möchten wir heute umso mehr betonen, wie viel du für uns, für die Kirche und für das kulturelle Leben im Dorf getan hast.

Unser Dank gilt auch Deiner Frau Renate, die dir über all die Jahre den Rücken gestärkt hat und dir die Freiheit gegeben hat, dich so intensiv mit dem Thema Rosow und mit den Belangen unseres Ortes zu beschäftigen.

Einblick in die Vergangenheit geben die vielen nebenstehenden Bilder, die im Laufe der Jahre entstanden sind und die unvergesslichen Momente Deines Engagements festhalten.

Lieber Karsten, wir wünschen dir und Renate alles Gute – und hoffen, dass ihr euch unserer Gedächtniskirche weiterhin herzlich verbunden fühlst.
 (BL)

Vielen, vielen Dank für alles

Letzte Station der Denkmal-Busreise: Die Gedächtniskirche in Rosow

Zum Tag des offenen Denkmals am 14. September 2025 war die Gedächtniskirche in Rosow die letzte Station einer von der unteren Denkmalschutzbehörde des Landkreises Uckermark in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Prenzlau organisierten Busreise durch die Region.
Rund 60 Teilnehmende hatten sich auf den Weg gemacht, um verschiedene denkmalgeschützte Orte der Uckermark zu entdecken. In Rosow wurden sie herzlich von Mitgliedern des Fördervereins empfangen, die interessante Einblicke in die Geschichte und Bedeutung der Gedächtniskirche gaben.

Der Vorsitzende des Vereins Karl Lau gab einige Erläuterungen zum Wiederaufbau der Kirche, zu ihrem Anliegen und ihrer jetzigen Nutzung. Die Besucher zeigten sich sehr interessiert an den dokumentierten Geschichten der Kriegsflüchtlinge von 1945. Sie nahmen die ausgelegten Entwürfe für den neu gestalteten Turm in Augenschein und nutzten die Gelegenheit, über die lange Treppe auf die Aussichtsplattform zu steigen und den wunderbaren Blick in die Ferne zu genießen.
Bei Kaffee und Kuchen, wieder gebacken von Frauen aus der Umgebung, kamen alle nett ins Gespräch, immer wieder waren anerkennende Worte zum Projekt von unseren Gästen zu hören.
Nach regem Gedankenaustausch konnten sich alle an einem 30minütigen Konzert, welches von 3 Schülerinnen der Musikschule in Schwedt am Klavier und mit Gesang gestaltet wurde, erfreuen.
Danach ging ein gelungener und bereichernder Nachmittag für alle Beteiligten zu Ende.

EK

Samstag, 28. Juli 2025, 15:00 Uhr

Beeindruckende Fontane-Lesung in der Gedächtniskirche Rosow

Die Lesung „Briefwechsel zwischen Theodor und Emilie Fontane“, einfühlsam dargeboten von Sabine und Lutz Langner, war ein bewegender literarischer Höhepunkt in der Gedächtniskirche Rosow. Die ausdrucksstarke Interpretation des Ehepaars Langner berührte die zahlreich erschienenen Besucherinnen und Besucher tief.

Im Anschluss bot sich bei Kaffee und Kuchen Gelegenheit zu anregenden Gesprächen und zum Austausch über das Gehörte.
Rosow, eingebettet in eine wunderschöne Landschaft, bietet mit seiner besonderen historischen Atmosphäre einen idealen Ort für eine nachdenkliche Auseinandersetzung mit Literatur und Geschichte. (BL)

Zur Lesung aus dem “Briefwechel zwischen Theodor und Emilie Fontane“

Anfang dieses Jahres ließ sich zum Zeitpunkt der Termin-Festlegung für die LESUNG
auf der Gartzer Plattform noch nicht erkennen, dass die erst viel später bekannt gegebenen  Dorffeste in der Region die Besucherzahl aus der Umgebung in Rosow beeinträchtigen würde.

Insgesamt 70 Interessenten waren erfreulicherweise dann aber doch gekommen – davon aus Berlin 38 mit dem Bus (1) und 3 mit dem Pkw sowie ca. 30 aus der Region.

Die Veranstaltung, die nicht nur vom angekündigten Ehepaar Langner, sondern zur Überraschung des Publikums noch von einer 3. Person, nämlich Herrn Horst Budde (2), in der Darbietung schauspielerisch professionell und souverän bestritten wurde, hat sowohl den Akteuren als auch den Zuhörenden, die zwischendurch alle zum Volkslieder-Singen bei begleitender Gitarre motiviert wurden, erfreut. Alle Drei haben dies dankenswerterweise ohne Entgelt-Absichten, also allein aus Spaß an den Auftritten gemacht.
Das haben nicht nur der freundliche Schluss-Applaus, sondern auch das unerwartet hohe Spenden-Aufkommen sowie die Gespräche beim anschließenden Kaffeetrinken und der Rückfahrt im Bus gezeigt. KS

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(1) Der Unterzeichnende, der seit Jahren die Rosow-Fahrten mit demselben Unternehmen organisiert hat, hatte in diesem Jahr erstmals dessen Eigentümer, Herrn Karsten Brust, als Busfahrer. Dieser war von der Veranstaltung so beeindruckt, dass er seine Absicht bekundet hat, sein bereits bestehendes Programm mit kulturellen Angeboten um das neu erlebte Format zu erweitern. Herr Brust war mit seiner Aufgeschlossenheit, Fahrweise und Flexibilität unbestritten der 4. Akteur, weil er von sich aus einen gewonnenen Zeitpuffer noch für eine etwa halbstündige Fahrt über die Oder nach Polen genutzt hat.

(2) Horst Budde ist Leiter vom Berliner “Tambouraschen Chor, Wellebit 1902“. Er hat die Lesung auf Wunsch von Herrn Langner mit seiner Gitarre und dem Sologesang des Liedes “Gut wieder hier zu sein.“ des Liedermachers Hannes Wader eingeleitet.
Im Verlauf der Veranstaltung hat er dann noch 3 Volkslieder mit seiner Gitarre angestimmt (Auf du junger Wandersmann, Wem Gott will rechte Gunst erweisen und Märkische Heide). Die verteilten Liederzettel hätte man teilweise sparen können, da die Texte den meisten aus ihrer Jugendzeit präsent waren.