Veranstaltungen in der Gedächtniskirche 
Rosow 2019

im Rahmen des Brandenburger Dorfkirchensommers
Stand: 7. März 2019, Änderungen vorbehalten

Samstag, 13. April, 19:00 Uhr

Die Feuerwehr ist da
Heiteres Ein-Personenstück mit Musik

Veranstalter: Förderverein Gedächtniskirche Rosow e. V.
zusammen mit dem
Uckermärkischen Feuerwehrverband Angermünde e.V.

Sonntag, 19. Mai, 15:00 Uhr

Cantemus-Chor Penkun
KONZERT

“Schläft ein Lied in allen Dingen”
Kompositionen zu weltlichen und geistlichen Themen
Ausstellung 
Aquarellbilder
von Burkhard Lau

Sonntag, 15. Sept., 14:00 Uhr

Deutsch-Polnischer
Gottesdienst
mit dem Bläserkreis an Kapernaum (Berlin)


15:15 Uhr: Kaffee und Kuchen
16:00 Uhr: Kleines Konzert (35 Minuten)

Samstag, 2. November 2019

Feierlichkeiten
zum
20. Jahrestag

des deutsch-polnischen Partnerschaftsvertrages
zwischen
Diözese Wroclaw, 
Diözese Pomorsko-Wielkopolska, Pommerschen Evangelischen Kirche
in Deutschland

Samstag, 9. Nov.
15:00 Uhr

30 Jahre Mauerfall

Ökumenischer
Gottesdienst
mit Nachwuchsmusikern aus Penkun

Liturgin:
Stud. theol. Franziska Franke (Penkun)
Lektorin: Heike Möser (Krackow)

Samstag, 14. Dez.
15:00 Uhr

Moderne und traditionelle
Advents- und Weihnachtslieder

mit dem
Cantemus-Chor Penkun

Leitung: Dagmar Budnick



Dienstag, 24. Dez.
17:00 Uhr

Heiligabend-Gottesdienst

mit einer Musikgruppe des Europäischen Missionswerks

Liturg: Pfr. i. R. Oswald Wutzke
Lektorin: Dr. Elke Kaddatz

Kollekte erbeten

Die Feuerwehr ist da

Heiteres Ein-Personenstück mit Musik
(Verfasser: Kenneth Anders)
mit Jens-Uwe Bogadtke (Schauspieler), Tobias Hartmann (Gitarre),Anita Brockstedt (Feuerwehrfrau)
Regie: Matthias Brenner

MOZ, Kathrin Putzbach-Timm / 16.04.2019

Ein arbeitsloser Mann im Osten der Republik, der – vom Arbeitsamt vermittelt – eine Stelle tief im Westen annehmen soll. Dies bedeutet aber nicht nur das Zurücklassen der Familie, sondern auch eine Lücke, die er bei der Freiwilligen Feuerwehr im Ort reißt. Eine Geschichte, wie sie in der Region durchaus realistisch ist und wie sie am Wochenende in der Gedächtniskirche Rosow als Theaterstück aufgeführt wurde.

Ortswehrführer Heiko Butzke (Jens-Uwe Bogadtke) soll eine Arbeit in Stuttgart annehmen und führt nun im Gerätehaus einen inneren Dialog mit der imaginären Frau "Jobcenter" Moll. Dem Ringen des Mannes zwischen Gehen oder Bleiben, persönlicher Existenzsicherung und Verantwortung für die Kameraden, dürfen die Zuschauer gespannt folgen und erhalten einen bewegenden Einblick in die Sorgen, Nöte und Freuden eines "geborenen" Feuer­wehrmannes. Direkt und ungeschönt werden frustrierende Missstände und irrsinnige Regeln an- und ausgesprochen.

Für anwesende Feuerwehrleute war es, als spreche er ihnen aus der Seele. Für die "Zivilisten" ist es ein lehrreicher Blick hinter die Kulissen. Wie fühlen sich Klischees der Bevölkerung an? Wie geht man mit Gaffern und Klugschwätzern am Einsatzort um, was macht es mit einem, Unfallopfer aus Autowracks zu bergen. Dass dieses Ein-Mann-Stück, musikalisch begleitet von Tobias Hartmann und am Ende um eine Feuerwehrfrau (Anita Brockstedt) erweitert, so authentisch wirkte, hat seinen Ursprung in Interviews, die mit 60 Feuerwehrleuten der Region geführt wurden. Der Förderverein der Gedächtniskirche und der Feuerwehrverband Angermünde wollten mit dieser Veranstaltung ihre Wertschätzung gegenüber den Feuerwehr-Männern und -Frauen ausdrücken und Öffentlichkeitsarbeit zur Nachwuchsgewinnung leisten, sagte Karl Lau.

In der Uckermark ist der Wegzug von Kameraden aufgrund der Arbeitsplatzsituation rückläufig. "Probleme gibt es, die Tagesbereitschaft zu gewährleisten, da Arbeitsplätze nicht vor der Tür liegen. Hier ist die Politik gefragt!", so Lutz Timm, Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes Angermünde und Kreisbrandmeister Wolfgang Loose.

Veranstalter: Förderverein Gedächtniskirche Rosow e. V. zusammen mit dem Uckermärkischen Feuerwehrverband Angermünde e.V

KONZERT

Cantemus-Chor Penkun

“Schläft ein Lied in allen Dingen”
Kompositionen zu weltlichen und
geistlichen Themen

Leitung: Dagmar Budnick

Marianne Schaefer begrüßte herzlich die Besucherinnen und Besucher im Namen des Chores Cantemus aus Penkun unter der musikalischen Leitung von Dagmar Budnik. Am Klavier begleitete Wilgard Suhr das Singen. Zwei junge Sängerinnen bereicherten das Konzert mit ihrem Gesang: Aleksandra Walerowisc und Svenja Schünemann.

Lieder im Volkston zu weltlichen und geistlichen Themen gehören zum wichtigsten kulturellen Erbe des europäischen Liedschatzes. Diesen zu entdecken und neu zu beleben widmet sich der Chor Cantemus. Das Konzert stand unter dem Motto "Schläft ein Lied in allen Dingen".

Zu den Liedern gehörten Volksweisen, wie: “Der Winter ist vorüber”, ein Volkslied aus der italienischen Schweiz oder das Lied von Franz Schubert “Frühlingsglaube”. Der Text ist von dem Lyriker Ludwig Uhland.

Es folgten das litauische Volkslied „Zogen einst fünf wilde Schwäne“ mit einer schönen Melodie und einem traurigen Text - es erinnert an schreckliche Zeiten - und das norwegische Volkslied „Wer kann segeln ohne Wind“ - es erzählt von Freundschaft und Treue. Das Lied “Solveig” aus Peer Gynt von Edward Grieg erzählt vom Warten auf den Liebsten. Dann folgte „O Täler weit“ von Felix Mendelssohn -Bartholdy. Es beschreibt die Schönheiten der Natur und die Unruhe durch das stressige Geschäftsleben. Den Text hat Eichendorff wurde 1810 geschrieben. Die nächsten Lieder waren drei geistliche Lieder ganz unterschiedlicher Art von Felix Mendelssohn -Bartholdy: Sonntagmorgen - des Schäfers Sonntagslied, der Psalm 23 und Canco a la vere - Hymne an die Jungfrau von Pablo Casals, 

Die Solistin Aleksandra sang danach aus den slowakischen Volksmelodien „Die Näherin“ und Svenja folgte mit „Mädchens Wunsch“ von Frederic Chopin 

Es folgten von Johannes Brahms drei Lieder: das berühmte, auch hoffnungsvolle Abendlied „Guten Abend, Gut Nacht“, „Es glänzt der Mond nieder“ und „Wach auf, meins Herzens Schöne.

Zum Ende hörten wir noch einmal von Johannes Brahms „Die Meere“ und „Aria di Giovanni, „Willst du dein Herz mir schenken, so fang es heimlich an”. Das Liebesgedicht eines unbekannten Dichters wurde vertont von Johann Sebastian Bach und befindet sich im Notenbüchlein der Anna Magdalena Bach. Hier sang Svenja 

Es folgte „Nigra sum“ von Pablo Casals, eine Hommage an die Frauen. 

Pablo Casals wurde 97 Jahre alt, das Cello war die große Liebe seines Lebens. Mit 93 Jahren übte er noch täglich 4-5 Stunden das Cellospielen. Auf die Frage warum er das immer noch täte, meinte er: "Ich habe den Eindruck, ich mache Fortschritte". 

Zum Schluss hörten wir noch vom Plätschern, Fließen und Strömen der Moldau durch eine herrliche Landschaft auf dem Weg zum Meer: “Die Moldau” von Smetana 

Text: Marianne Schaefer (gekürzt)

Eionige Bilder sind von Andreas Meincke aufgenommen worden. Vgl. dazu die ausführliche Dokumentation auf  www.tantower.wordpress.de (Suchen: Rosow)

15. September 2019
Deutsch-Polnischer Gottesdienst

mit dem Bläserkreis an Kapernaum (Berlin)

Liturgen: Prälat Dr. Martin Dutzmann (Berlin) und Ksiądz prałat dr Jan Marcin Mazur (Stettin)

Lektoren: Holger Miethling (Gartz/O.) und Prof. dr Bogdan Matławski (Żabnica)

Musikalische Leitung: Pfarrer Michael Wille


15:15 Uhr: Kaffee und Kuchen
16:00 Uhr: Kleines Konzert (35 Minuten)

Predigt und Gebet von Prälat Dr. Martin Dutzmann

Kurzpredigt von Ksiądz prałat dr Jan Marcin Mazur

Eindrücke vom Besuchstag von Barabara Simon, Vorsitzende des GKR der Kapernaumgemeinde

Predigt und Gebet von Prälat Dr. Martin Dutzmann


Jesaja 2, 1-5
Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus…

Liebe Schwestern und Brüder,

heute vor zwei Wochen jährte sich der deutsche Überfall auf Polen und mit ihm der Beginn des Zweiten Weltkrieges zum 80. Mal. Millionen Menschen – Zivilisten wie Soldaten – fielen diesem Krieg zum Opfer. Sie haben wir nicht vergessen und sie werden wir nicht vergessen. Sie sind uns eine stete Mahnung, uns für den Frieden in Europa und der Welt einzusetzen.

Nach dem Zweiten Weltkrieg haben Polen und Deutsche sich ausgesöhnt. Das war nicht selbstverständlich und ist Grund zu großer Dankbarkeit. Aber die Welt insgesamt ist darüber nicht friedlicher geworden: Menschen fliehen aus der Hölle Syriens; im Jemen sterben Tausende, die wegen des Krieges keine Nahrung und keine Medikamente erhalten; der jüngste Staat der Erde, der Süd-Sudan, hat seit seiner Gründung vor acht Jahren kaum friedliche Tage erlebt; Afghanistan wird nahezu täglich von Anschlägen erschüttert. Und dann der Nahe Osten mit der nicht enden wollenden Spirale von Gewalt und Gegengewalt…

Viele Menschen bei uns wollen von Terror, Krieg und Gewalt nichts hören und lesen. Sie verschließen Augen und Ohren, schotten sich ab und sagen: „Wir haben doch mit uns selbst genug zu tun!“ Andere haben resigniert. Wehmütig erinnern viele sich der Friedensdemonstrationen in den achtziger Jahren und der Diskussionen beim Evangelischen Kirchentag 1983 in Hannover: „Ein Nein ohne jedes Ja zu Massenvernichtungsmitteln !“ stand auf den violetten Halstüchern zu lesen, die Tausende von Besuchern als Ausdruck ihrer Friedenssehnsucht und als Bekenntnis ihres Friedenswillens trugen. Andere denken an die Ökumenische Versammlung für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung in der DDR und die Impulse, die davon ausgingen. Das alles gibt es so nicht mehr. Viele, die damals dabei waren, seufzen heute: „Es ist alles so viel komplizierter als früher. Wo sich im Kalten Krieg zwei hoch gerüstete feindliche Blöcke gegenüber standen, ist heute alles in Bewegung geraten und unübersichtlich geworden. Wie soll man da noch wissen, was dem Frieden dient?“

Dass Menschen sich vor Gewalt und Terror in der ganzen Welt abschotten und angesichts des Unfriedens in der Welt resignieren, mag verständlich sein. Auf Jesus Christus können sie sich jedoch nicht berufen . Der hat klar und deutlich gesagt: „Selig sind, die Frieden stiften; denn sie werden Gottes Kinder heißen!“ Der Friede auf Erden muss also jedem Christenmenschen ein Herzensanliegen sein. Aber was können Christinnen und Christen heute für den Frieden tun? Wie können sie Friedensstifter sein?

Zunächst einmal können Christen von Gottes kommendem Friedensreich erzählen. Das schildert der heutige Predigtabschnitt aus dem Buch des Propheten Jesaja. Ich lese die ersten fünf Verse des zweiten Kapitels:

(Lesung des Predigttextes)

Was für eine großartige Friedensvision ist das! Schon der Ort ist bemerkenswert: „Der Berg, da des HERRN Haus ist “. Liebe Schwestern und Brüder, das ist genau jener Ort, auf den die Welt immer wieder schaut und den Atem anhält, weil Juden und Muslime ihn als heiligen Ort beanspruchen. Der Tempelberg in Jerusalem ist zum Symbol für Unfrieden und Unversöhnlichkeit geworden. Und nun sieht der Prophet Jesaja, dass sich „zur letzten Zeit“ genau dort alle Völker der Welt friedlich versammeln und nach Gottes Weisungen fragen werden. Gottes Weisungen, von denen es in den Psalmen heißt, dass sie Licht und Leben bedeuten. Der Ort, der heute ein Symbol des Nichtverstehens und der Gewalt ist, wird zu dem Ort werden, wo die Menschen Gott und einander verstehen und Frieden stiften: „Da werden sie ihre Schwerter zu Pflugscharen machen und ihre Spieße zu Sicheln. “ Und dieser Friede wird keine Episode sein, sondern ein dauerhafter Friede: „Sie werden hinfort nicht mehr lernen, Krieg zu führen.“

Liebe Schwestern und Brüder, an Gottes kommendes Friedensreich zu erinnern, das ist es, was wir Christen in dieser friedlosen Welt tun können und sollen. So protestieren wir gegen Krieg und Gewalt und erklären unmissverständlich: Krieg, Terror und Gewalt sind nicht zwangsläufig und schon gar nicht wird der Unfriede ewig andauern.

Aber, ach, schon erscheinen die Skeptiker und die Kritiker auf der Bildfläche: „Was seid ihr Christen doch für Traumtänzer! Noch nie sind Schwerter unter den Hammerschlägen eines Schmiedes zu Pflugscharen geworden. Nur als Symbolhandlung christlicher Pazifisten hat es das mal gegeben – beim DDR-Kirchentag 1983 in Wittenberg. Nein, es wird immer Krieg geben, und Realismus und Verantwortung gebieten es, sich darauf einzustellen.“

In einem haben die Kritiker und Skeptiker Recht: Auch Christen erleben Krieg, Terror und Gewalt, und manchmal lässt sich Gewalt nur gewaltsam verhindern oder eindämmen. Deshalb gibt es nicht wenige Christinnen und Christen, die Polizei und Militär bis auf weiteres für notwendig halten, und deshalb entschließen sich auch Christen, Dienst an der Waffe zu tun. Aber kein Christ darf sich mit dem Unfrieden auf der Welt abfinden. Gott selbst findet sich nämlich nicht damit ab, dass Menschen aufeinander losgehen, einander das Leben zur Hölle machen, einander erschlagen , erstechen oder erschießen. Das führt uns die Vision des Propheten Jesaja in aller Deutlichkeit vor Augen.

Die Friedensvision des Jesaja belässt es aber nicht dabei, Gottes kommendes Friedensreich in leuchtenden Farben auszumalen. Am Schluss steht ein Appell . Oder ist es eher ein Lockruf? „Kommt nun, ihr vom Hause Jakob, lasst uns wandeln im Licht des HERRN!“

Da auch wir Christen uns angesprochen wissen – wir glauben ja an denselben Gott wie das Haus Jakobs, also Israel – fragen wir: Wie können wir im Licht des Herrn wandeln? Wie können wir die Welt heute sehen, hören und spüren lassen, dass Krieg und Gewalt nicht das letzte Wort haben werden? Antwort: Wir wandeln im Licht des Herrn, wenn wir erstens für den Frieden beten, wenn wir zweitens Geschichten von geglückter Versöhnung erzählen und wenn wir drittens die Politik an ihre Friedensverantwortung erinnern.

Erstens: Für den Frieden beten. Das geschieht zum Beispiel Woche für Woche, wenn freitags in den so genannten Nagelkreuzgemeinden das Versöhnungsgebet von Coventry gebetet wird. Am 14. November 1940 wurde die englische Stadt Coventry von der deutschen Luftwaffe angegriffen. 550 Menschen starben, die Schäden waren verheerend. Auch die spätmittelalterliche St. Michael‘s Kathedrale wurde zerstört. Die Antwort der englischen Christen war jedoch nicht der Ruf nach Vergeltung sondern das Angebot der Versöhnung. Der damalige Dompropst Richard Howard ließ aus drei großen Zimmermannsnägeln, die man in den Trümmern gefunden hatte, ein Kreuz herstellen. Dieses Nagelkreuz ist heute das Kennzeichen der so genannten Nagelkreuzzentren auf der ganzen Welt. Die Nagelkreuzzentren sind durch den Willen zu Frieden und Versöhnung miteinander verbunden. Der drückt sich besonders im Versöhnungsgebet von Coventry aus. Es hat folgenden Wortlaut:


Alle haben gesündigt und ermangeln des Ruhmes, den sie bei Gott haben sollten.
Den Hass, der Rasse von Rasse trennt, Volk von Volk, Klasse von Klasse, Vater, vergib.
Das Streben der Menschen und Völker zu besitzen, was nicht ihr Eigen ist, Vater, vergib.
Die Besitzgier, die die Arbeit der Menschen ausnutzt und die Erde verwüstet, Vater, vergib.
Unseren Neid auf das Wohlergehen und Glück der Anderen, Vater, vergib.
Unsere mangelnde Teilnahme an der Not der Gefangenen, Heimatlosen und Flüchtlinge, Vater, vergib.
Die Entwürdigung von Frauen, Männern und Kindern durch sexuellen Missbrauch, Vater, vergib.
Den Hochmut, der uns verleitet, auf uns selbst zu vertrauen und nicht auf Gott, Vater, vergib.
Seid untereinander freundlich, herzlich und vergebet einer dem anderen, wie Gott euch vergeben hat in Jesus Christus.

Zweitens: Geschichten von geglückter Versöhnung erzählen. Geschichten von geglückter Versöhnung machen Mut. Sie stärken den Glauben daran dass Frieden nicht erst „zur letzten Zeit“ sondern bereits heute möglich ist. Eine solche Geschichte ist die von Coventry und den Nagelkreuzzentren. Die Versöhnungsgeschichte, die ich besonders gern erzähle, handelt von der Nichtregierungsorganisation parents circle families forum in Israel. Wie der Name schon sagt, handelt es sich um Eltern (parents). Eltern von israelischen und von palästinensischen Kindern und Jugendlichen, die von der je anderen Partei im Nahost-Konflikt getötet wurden. Als ich mit einer Besuchergruppe vor einiger Zeit in Israel war, hatten wir Gelegenheit, zwei Vertreter von parents circle families forum kennenzulernen, zwei Väter, die jeder eine Tochter verloren hatten. Die vierzehnjährige Tochter des israelischen Vaters war bei dem Selbstmordattentat eines Palästinensers auf offener Straße ums Leben gekommen. Der palästinensische Vater betrauerte seine siebenjährige Tochter, die auf dem Schulweg von einem israelischen Soldaten erschossen worden war. Beiden hat der Schmerz das Herz zerrissen. Aber beide haben nicht die naheliegende Konsequenz gezogen und neben Schmerz und Trauer auch den Hass in ihr Herz einziehen lassen. „Hass und Vergeltung bringen uns unsere Kinder nicht zurück und verhindern nicht, dass andere Eltern dasselbe erleiden müssen wie wir. Im Gegenteil! Dieses Schicksal können wir anderen Vätern und Müttern nur ersparen , wenn wir einander begegnen, einander die Hand reichen und gemeinsam für Frieden und Versöhnung im Heiligen Land eintreten.“ Die beiden Männer haben dieser Einsicht Taten folgen lassen. Sie haben sich mit anderen palästinensischen und israelischen Eltern und nahen Angehörigen von Opfern des Konfliktes zusammengetan und verantworten gemeinsam eine beeindruckende Friedens- und Versöhnungsarbeit. Darüber sind die beiden Männer übrigens unzertrennlich geworden… - Es gibt nicht wenige solcher Versöhnungsgeschichten, sicherlich kennen auch Sie eine. Solche Geschichten machen Mut, sie wollen, sie müssen erzählt werden, damit möglichst viele Menschen zu der Einsicht kommen: Frieden ist möglich, und es lohnt sich, für den Frieden zu arbeiten und zu kämpfen.

Drittens: Die Politik an ihre Friedensverantwortung erinnern. In einer Demokratie können die Regierten unmittelbar Kontakt zu den regierenden aufnehmen. Jeder Bundes- und Landtagsabgeordnete hält Bürgersprechstunden oder ist bei Veranstaltungen und Festen ansprechbar. Wir Christen sollten solche Gespräche suchen. Unter anderem sollten wir nach deutschen Rüstungsexporten fragen. Und wir sollten darauf bestehen, dass hier strengste Maßstäbe angelegt werden. Panzer und Gewehre sind keine x-beliebigen Verbrauchsgüter wie Kühlschränke oder Fahrräder. Rüstungsgüter werden produziert, um Menschen verletzen oder töten zu können. Sie dürfen deshalb unter keinen Umständen in Kriegs- und Spannungsgebiete geliefert werden. Dass dadurch Arbeitsplätze in der Rüstungsindustrie gefährdet werden, kann angesichts der Gefahr für Leib und Leben von Menschen kein Argument sein.


Lasst uns, liebe Schwestern und Brüder, für den Frieden beten; lasst uns Geschichten von geglückter Versöhnung erzählen und lasst uns die Politik an ihre Friedensverantwortung erinnern. Kurzum: „Lasst uns wandeln im Licht des HERRN.“ Am Ende unseres Weges werden auch wir schauen, was der Prophet Jesaja sah: „Zur letzten Zeit werden sie ihre Schwerter zu Pflugscharen machen und ihre Spieße zu Sicheln. Denn es wird kein Volk wider das andere das Schwert erheben, und sie werden hinfort nicht mehr lernen, Krieg zu führen.“

Und der Friede Gottes…

Fürbitten:

Du Gott des Friedens,

wir danken dir, dass du dich in Jesus Christus mit uns versöhnt hast und dass du die Welt zum Frieden führen willst.

Wir bitten dich für alle, die sich zur Stunde in Kellern und Bunkern verstecken müssen, um nicht von Geschossen getroffen zu werden: Sei bei ihnen in ihrer Angst und beschütze sie.

Wir bitten dich für alle, die unter den Folgen von Krieg und Gewalt zu leiden haben: Lindere ihr Leid und ihre Schmerzen und schenke ihnen neue Freude am Leben.

Wir bitten dich alle, die vor dem Krieg geflohen sind und Schutz in fremden Ländern suchen: Lass sie auf Menschen treffen, die sie willkommen heißen und ihnen zuhören.

Wir bitten dich ganz besonders für die Menschen in Polen und Deutschland: Hilf uns, dass wir weiterhin den Weg des Friedens und der Versöhnung gehen.

Wir bitten dich für alle, die für den Frieden arbeiten: Schenke ihnen Kraft und Mut und lass sie an ihrer Aufgabe nicht verzweifeln. 

Um das alles bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unsern Herrn. Amen.

 


Kurzpredigt von Ksiądz prałat dr Jan Marcin Mazur zu Jesaja 2, 1-5 im

Deutsch-polnischen Gottesdienst in der Gedächtniskirche Rosow am 15. Sept. 2019

Liebe Schwestern und Brüder im christlichen Glauben, Hochwürdiger Pastor,

Dziękujemy serdecznie tutejszej wspólnocie za zaproszenie nas do wspólnej ekumenicznej modlitwy. W LXXX rocznicę wybuchu straszliwej wojny modlitwą ogarniamy wszystkie ofiary tego kataklizmu i błagamy Wszechmogącego Boga o miłosierdzie dla całego świata. Chrześcijaństwo jest religią pojednania, modlimy się więc o pokój między Niemcami a Polakami.

Siostry i Bracia, wysłuchaliśmy z należytą uwagą uroczystej proklamacji Słowa Bożego zapisanego w drugim rozdziale Księgi Izajasza. Prorok zapowiada narodziny Mesjasza, Księcia Pokoju i obiecuje, że ludzie przekują miecze na lemiesze. Jezus Chrystus w Ewangeliach odwołuje się najczęściej do tego proroka. Wspominając tragiczne dni września 1939 roku w kontekście orędzia Proroka Izajasza warto przypomnieć inne znamienne wydarzenie, które miało miejsce LXX lat temu. W Qumran, na Pustyni Judzkiej w okolicach Morza Martwego arabski pasterz przypadkowo(?) odkrył bezcenne manuskrypty spisane przez tamtejsza wspólnotę religijną oczekującą przyjścia Mesjasza. Warto przypomnieć, że wśród tych zwojów spisanych w języku hebrajskim, greckim i aramejskim znaleziono także manuskrypt zawierający w całości tekst Księgi Izajasza. Słowa, które przyszły do nas z nieba na 2000 lat zostały przysypane piaskami pustyni. Przed 70 laty, krótko po zakończeniu ostatniej wojny, zostały jakby na nowo ofiarowane przez Opatrzność całej ludzkości. Dzisiejszy dzień, jakże bogaty słonecznym światłem i ciepłem, ozdobiony naszymi modlitwami to prawdziwy dzień chwały i radości w Panu. Hic est Dies Gloriae.

Łacina jest językiem chrześcijańskiej Europy. W tym języku pisał i modlił się reformator Marcin Luter. Pozwólcie zatem Siostry i Bracia, że w tym języku wyrażę swoje życzenia:

Pax temporibus nostris 
Fiat Pax in Germania
Fiat Pax in Polonia
 

Übertragung des polnischen Textes ins Deutsche 
von Karsten Scheller 
mit Verwendung des Google Übersetzers

Liebe Schwestern und Brüder im christlichen Glauben, Hochwürdiger Pastor,

Vielen Dank der örtlichen Gemeinde für die Einladung zum gemeinsamen ökumenischen Gebet. Zum 80. Jahrestag des Ausbruchs des schrecklichen Krieges umarmen wir alle Opfer dieser Katastrophe mit Gebet und bitten den allmächtigen Gott um Gnade für die ganze Welt. Das Christentum ist eine Religion der Versöhnung, deshalb beten wir für den Frieden zwischen Deutschland und Polen.

Schwestern und Brüder, wir haben der feierlichen Verkündigung des Wortes Gottes zugehört, die im zweiten Kapitel des Buches Jesaja niedergelegt ist. Der Prophet verkündet die Geburt des Messias, des Friedensfürsten und verspricht, dass die Menschen Schwerter zu Pflugscharen schmieden werden. Jesus bezieht sich in den Evangelien am häufigsten auf diesen Propheten. In Erinnerung an die tragischen Tage des Septembers 1939 im Zusammenhang mit der Botschaft des Propheten Jesaja ist ein weiteres bedeutendes Ereignis zu erwähnen, das vor 70 Jahren stattfand. In Qumran, in der judäischen Wüste in der Nähe des Toten Meeres, entdeckte ein arabischer Hirte zufällig wertvolle Manuskripte, die von einer Religionsgemeinschaft verfasst wurden, die auf das Kommen des Messias wartete. Es sei daran erinnert, dass unter diesen in Hebräisch, Griechisch und Aramäisch verfassten Schriftrollen auch ein Manuskript gefunden wurde, das den gesamten Text des Buches Jesaja enthält. Die Worte, die uns 2000 Jahre lang vom Himmel kamen, wurden im Sand der Wüste vergraben. Vor 70 Jahren, kurz nach dem Ende des letzten Krieges, wurden sie wieder von der Vorsehung der gesamten Menschheit geopfert. Der heutige Tag ist so reich an sonnigem Licht und Wärme, geschmückt mit unseren Gebeten, ein echter Tag der Herrlichkeit und Freude im Herrn. Hic est Dies Gloriae.

Latein ist die Sprache des christlichen Europas. Der Reformator Martin Luther schrieb und betete in dieser Sprache. Lasst mich euch helfen, Schwestern und Brüder, in dieser Sprache:

Pax temporibus nostris
Fiat Pax in Germanien
Fiat Pax in Polen
 

20. Jahrestag 
des deutsch-polnischen
Partnerschaftsvertrags

zwischen 
der Diözese Wroclaw und der Diözese Pomorsko-Wielkopolska
der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen und der
Pommerschen Evangelischen Kirche in Deutschland

An verschiedenen Stationen wurde an die Partnerschaft gedacht.

Feier zum 20. Jahrestag des deutsch-polnischen Partnerschaftsvertrags

Eröffnung  um 11 Uhr in der Gedächtniskirche Rosow

  • Präses Elke König – Synode des Pommerschen Ev. Kirchenkreises Bischof i. R.
  • Ryszard Bogusz – Diözese Breslau der Ev.-Augsburgischen Kirche in Polen
  • Bischof Prof. Dr. Marcin Hintz – Diözese Pomotsko-Wielkopolska 
  • Bischof Tilman Jeremias – Nordkirche im Sprengel Mecklenburg und Pommern  
  • Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt – Ev. Luth. Kirche in Norddeutschland
  • Bischof Waldemar Pytel – Diözese Breslau der Ev.-Augsburgischen Kirche in Polen 
  • Pastorin Christa Hunsiker – Europa-Referentin im Zentrum für Mission und Ökumene

  • Ksiądz Slavomir Sikora – Pfr. der St.-Trinitatis-Kirchengemeinde Stettin-Lastadie

und als internationale Gäste:

  • Bischöfin von Shrewsbury Sarah Bullock – Diözese Lichfield, England 
  • Bischof Dezsö Zoltán Adorjáni – Ev.-Luth. Kirche in Rumänien 
  • Oberkirchenrat Attila Fehér – Ev.-Luth. Kirche in Rumänien 
  • Bischof Chediel E. Sendoro – Diözese Mwanga der Ev.-Luth. Kirche in Tansania
  • Generalsekretär Barikieli E. Anania – Diözese Mwanga der Ev.-Luth. Kirche in Tansania 
  • Bischof Dr Alex Mkumbo – Zentral Diözese der Ev.-Luth. Kirche in Tansania
  • Dean Newton Brandt – Kap-Orange-Diözese der Ev.-Luth. Kirche in Südafrika
  • Prof. Dr Constance Simon – Michigan Konferenz der ”Vereinigten Kirche Christi“ (USA)

Nach einem Grußwort von Karl Lau – Vorsitzender des Fördervereins Gedächtniskirche Rosow – wurden von Mitgliedern der deutsch-polnischen Arbeitsgruppe Teile des Partnerschaftsvertrags verlesen, die im Programmheft von den Besucher/innen in beiden Sprachen mitgelesen werden konnten.

Danach folgten Im Wechsel mit den drei, vom Bläserkreis begleiteten Versen vom Lied ”Nun danket alle Gott“ Grußworte von Präses Elke König und Bischof i. R. Ryszard Bogusz. Beide haben vor 20 Jahren den Partnerschaftsvertrag mit unterzeichnet. Die Redebeiträge – auch die nachfolgenden Beiträge und Predigten des Tages - waren bzw. wurden jeweils vorher in drei Sprachfassungen (deutsch, polnisch, englisch) verteilt (worden), so dass alle das Gesagte gut mitverfolgen konnten.

Grußwort zum 20jährigen Jubiläum der Unterzeichnung des Partnerschaftsvertrages von Präses Elke König

Die Worte der Präambel des Partnerschaftsvertrages, dessen Unterzeichnung nun bereits 20 Jahre zurückliegt, sind bleibend aktuell, und sie können heute wie vor zwei Jahrzehnten so gesagt werden. Und ich darf es ganz getrost wiederholen, was dort im November in der Trinitatiskirche in Stettin verlesen und unterzeichnet wurde: -Zitat -

Die Diözese Wroclaw, die Diözese Pomorsko-Wielkopolska und die Pommersche Evangelische Kirche schließen in Dankbarkeit für eine jahrelange gegenseitig praktizierte Partnerschaft, im Wissen um die aus der Geschichte erwachsene gemeinsame Verantwortung und als Zeichen für Versöhnung und Hoffnung in der Mitte Europas, den nachstehenden Vertrag: 

...Sie wissen sich durch eine wechselvolle Geschichte zusammengeführt und mit dem Erbe der Reformation in Pommern (Pomorze) verbunden. 

Ihre Partnerschaft bedeutet einen sichtbaren Schritt auf dem Weg der Versöhnung zwischen den Kirchen und den Völkern in Polen und Deutschland, die unter dem 2. Weltkrieg und seinen Folgen sehr gelitten haben und in ihre Länder eingebunden sind. 

»Gott war in Christus und versöhnte die Welt mit sich selber und rechnete ihnen ihre Sünden nicht zu und hat unter uns aufgerichtet das Wort von der Versöhnung.« (2. Kor. 5,19).

Den Inhalt des Vertrages und unsere Verpflichtungen haben wir in der damaligen Kirchenleitung ausführlichst besprochen, und alle waren mit ganzem Herzen berührt und einverstanden. 

Als wir dann in Stettin zur Unterzeichnung des Vertrages waren, kann ich mich gut erinnern, wie sehr ich aufgeregt war. Wenige Sätze auf Polnisch hatte ich damals auswendig gelernt, und diese wollte ich unbedingt sagen. Mir war dies damals sehr wichtig als ganz kleines Zeichen; denn die guten Deutschkenntnisse unserer Partner und Freunde waren für uns manchmal beschämend, konnten wir doch leider sprachlich nicht in ähnlicher Weise agieren.

Gut erinnern kann ich mich auch an die Gespräche danach. Man merkte, es gab und gibt immer wieder das Bedürfnis, Geschichten zu erzählen und aus seinem Leben zu berichten. Und es wurde sehr deutlich, wie sehr wir Menschen in Pommern - auch ich mit meiner Familiengeschichte - miteinander verbunden sind. Und es bleibt unsere Aufgabe, über Generationen hinweg Gespräche und ein Nachdenken anzuregen, wie man bezogen auf die Zukunft kluge Lehren aus der Vergangenheit ziehen kann. 

Wir alle wissen um die Fragilität von Europas Frieden und Sicherheit!


Leider ist es so, dass gegenwärtig auch in unseren Ländern wieder nationalistische Stimmen laut werden. Hier sind wird aufgerufen, aktiv für die Idee eines vereinten, dem Frieden und der Demokratie verpflichteten Europas Partei zu ergreifen. Die Partnerschaft unserer Kirchen steht auch für unsere gemeinsame christliche Verantwortung für ein Miteinander der Völker in Frieden, Menschlichkeit und gegenseitiger Achtung!

Das Erinnern an den Partnerschaftsvertrag unterstreicht, wie gut und wichtig es ist, dass wir uns treffen und unsere Partnerschaft pflegen. Nicht nur über die gemeinsame historische Kulturlandschaft Pommern sind wir diesseits und jenseits der Oder miteinander verbunden. Da gibt es viel mehr! Es sind die Menschen, es sind die gemeinsamen Begegnungen, das Wissen voneinander und umeinander, die entstandenen neuen und langjährigen Freundschaften, ja auch die unterschiedlichen Erfahrungen, das Teilen von Sorgen und Nöten und das gemeinsame Feiern, die den Vertrag mit Leben füllen. Und das haben wir eben eindrucksvoll gehört und dafür bin ich sehr dankbar und auch, dass dieser Weg von der 2012 gegründeten Nordkirche fortgesetzt wird.

Lassen Sie mich enden mit einem Gebet aus einem Andachtsbüchlein zum Pilgerweg der Gerechtigkeit und des Friedens, aus dem wir im Sommer dieses Jahres gemeinsam mit unseren Schwestern und Brüdern in Slupsk und Koszalin gebetet und gesungen haben - Matthias Tuve hat es uns allen geschenkt:

Wir gehen weiter unseren Weg, um nach Jesu Worten und Taten zu handeln, um Salz der Erde zu sein, Gerechtigkeit zu suchen, Frieden zu stiften, die Schöpfung zu bewahren und das Leben zu gewinnen. Amen.


Słowo pozdrowienia z okazji jubileuszu 20-lecia podpisania Umowy Partnerskiej Präses Elke König

Słowa preambuły Umowy Partnerskiej, która podpisana została 20 lat temu, są niezmiennie aktualne i mogą być dzisiaj, tak jak przed dwoma dekadami wypowiedziane, dlatego mogę bez cienia wątpliwości powtórzyć to, co wówczas w listopadzie w kościele Św. Trójcy w Szczecinie zostało odczytane i podpisane: -cytat-


„Diecezje Wrocławska i Pomorsko-Wielkopolska oraz Pomorski Kościół Ewangelicki mając na uwadze spontaniczne, długoletnie wzajemne partnerstwo i kierowane świadomością wynikającą z historii wspólnej odpowiedzialności oraz chcąc okazać znak pojednania i nadziei w centrum Europy, zawierają następującą umowę:

 …Przyznają się one, pomimo zmiennego biegu historii, do wspólnych związków z dziedzictwem Reformacji na Pomorzu. 


Ich wzajemne partnerstwo stanowi istotny i widoczny krok we wspólnej drodze do pojednania pomiędzy Kościołami i Narodami Polski i Niemiec, które są związane ze swoimi krajami, a które to narody ucierpiały w okresie II wojny światowej oraz jej następstw. 

„Bóg w Chrystusie świat z sobą pojednał, nie zaliczając im ich upadków i powierzył nam słowo upamiętania." (2. Kor 5,19) 


Treść tej umowy i nasze zobowiązania były przez nas, ówczesne kierownictwo Kościoła, gruntownie omówione i wszyscy byliśmy bardzo poruszeni i z całego serca zgodni. 

Pamiętam dobrze jak byłam podekscytowana, kiedy byliśmy w drodze do Szczecina by podpisać tę umowę. Nauczyłam się kilku zdań po polsku i za wszelką cenę chciałam je wypowiedzieć. Było to dla mnie wówczas bardzo ważne i traktowałam to jako mały znak, ponieważ znajomość języka niemieckiego naszych partnerów i przyjaciół często nas zawstydzała. Językowo nie byliśmy w stanie im dorównać. 

Dobrze pamiętam także późniejsze rozmowy. Dostrzegano nieustanną potrzebę opowiadania historii i relacjonowania swojego życia. Stawało się coraz bardziej wyraźne, jak bardzo my, ludzie Pomorza, również ja z historią mojej rodziny, jesteśmy ze sobą związani. Naszym ponadpokoleniowym zadaniem jest inicjowanie rozmów i wspomnień, które stają się zaczerpniętą z przeszłości lekcją mądrości na przyszłość. 


Wszyscy zdajemy sobie sprawę z kruchości Europy, pokoju i bezpieczeństwa!

Niestety jest tak, że współcześnie również w naszych krajach znowu daje się słyszeć nacjonalistyczne głosy. Jesteśmy wezwani do tego, by aktywnie propagować idee zjednoczonej, zobowiązanej do pokoju i demokracji Europy. Partnerstwo naszych Kościołów jest symbolem naszej wspólnej, chrześcijańskiej odpowiedzialności, współżycia narodów w poszanowaniu pokoju, człowieczeństwa i wzajemnego szacunku!

Wspomnienie naszej Umowy Partnerskiej podkreśla, jak dobre i ważne jest, aby się spotykać i pielęgnować nasze partnerstwo. Jesteśmy ze sobą związani nie tylko za sprawą historycznie zmieniającego się krajobrazu Pomorza po jednej i drugiej stronie Odry. Jest tego w wiele więcej! To są ludzie, to są wspólne spotkania, to jest znajomość sobie nawzajem i wiedza o sobie nawzajem, to są nowo powstające i wieloletnie przyjaźnie, także różne doświadczenia, dzielenie się problemami i potrzebami, a także wspólne świętowanie, to wszystko wypełnia tę umowę życiem. O tym wszystkim słyszeliśmy i za to wszystko dziękuję, także za to, że ta droga od 2012 roku jest kontynuowana przez Kościół Północy. 


Pozwólcie, że zakończę modlitwą z modlitewnika na drogę sprawiedliwości i pokoju, z którego modliliśmy się i śpiewaliśmy latem tego roku, razem z naszymi siostrami i braćmi w Słupsku i Koszalinie – Matthias Tuve wszystkim nam go podarował:


Idziemy dalej swoją drogą, aby postępować zgodnie ze słowami i czynami Jezusa, by być solą ziemi, by szukać sprawiedliwości, budować pokój, ochraniać stworzenie i wygrywać życie.
Amen.


Grußwort zum 20jährigen Jubiläum der 
 Unterzeichnung 

des Partnerschaftsvertrages von
 Bischof i. R. Ryszard Bogusz


Mit Freude und im Gebet verbunden blicken wir zurück auf die Zeit, in der wir den Vertrag zwischen unseren Kirchen unterzeichnet haben. Eine Partnerschaft bedeutete damals einen sichtbaren Schritt auf dem Weg der Versöhnung zwischen zwei Kirchen und Völkern. Es war für uns auch Erfüllung der Worte des Apostels Paulus aus dem 2. Korintherbrief: Gott war in Christus und versöhnte die Welt mit sich selber und rechnete ihnen ihre Sünden nicht zu und hat unter uns aufgerichtet das Wort von der Versöhnung (2 Kor 5,19)

Unsere Generation bekam neben dem Konflikterbe der Vergangenheit die Chance eines friedevollen Gestaltens der gegenwärtigen und zukünftigen Deutsch-Polnischen Verhältnisse. Diese Chance war eine Gabe der Gnade Gottes. Als einzig mögliche Antwort auf die angebotene Gnade haben unsere Kirchen die Hingabe für das Werk der Versöhnung zwischen unseren Völkern betrachtet. 

Das Wort Versöhnung klingt in unserem Kontext sehr hochtrabend. Und doch ist in unseren partnerschaftlichen Beziehungen dieses Wort Realität geworden. 

Dieser anscheinend symbolische Partnerschaftsakt, den wir vor 20 Jahren gemeinsam mit Bischof Berger, der hier anwesenden Präses Elke König und Bischof Michał Warczyński begangen haben, ist in den nachfolgenden Jahren mit Leben erfüllt worden und wurde zu einem wichtigen Schritt auf dem Weg der Versöhnung zwischen Menschen aus zwei Völkern. 

Es war ein schwerer Weg zu dem was wir heute Partnerschaft nennen. Trotz der vielen herzlichen Kontakte lebten wir mit der Last der dunklen Seiten der Vergangenheit. Obwohl die kommunistischen Regierungen auf den beiden Seiten der Oder viel über Freundschaft, Brüderlichkeit und Zusammenarbeit sprachen, bewachten sie dennoch die Grenze vor denen, die diese Sprüche realisieren wollten. Seltene, persönliche Kontakte höhlten den harten Stein, der letzten Endes auseinanderbrach. Wörtlich und metaphorisch. 

Vor dreißig Jahren brach die Berliner Mauer zusammen. In Polen und in anderen Ostländern kam es zu politischen, aber auch zu in das menschliche Gewissen tief eingreifenden moralischen Veränderungen. 

Die Versöhnungsmesse in Kreisau und das Friedenszeichen, das sich Helmut Kohl und Tadeusz Mazowiecki gaben, eröffneten ein neues Kapitel der Zusammenarbeit und des Friedens zwischen unseren Völkern. 

Es wäre ein Trugschluss zu sagen, dass unsere Partnerschaft erst seit 20 Jahren besteht. Und früher? Ja, es gab sie – inoffiziell.  

Die Pommersche Evangelische Kirche pflegte über Ihre Vertreter gute Kontakte mit unseren Gemeinden im polnischen Teil Pommerns: Szczecin, Gorzów Wlkp. Słupsk und Koszalin. Sowohl Geistliche als auch Laien aus diesen Gemeinden waren oft in der Pommerschen Kirche zu Gast. 

In den Jahren der polnischen Wirtschaftskrise bekamen wir Unterstützung von unseren Nachbarn jenseits der Oder. Diese christliche Unterstützung der Freunde wude in der Not zur Quelle der immer engeren Kontakte. Es wurde eine Arbeitsgruppe berufen, deren Aufgabe es war, die Kontakte zwischen unseren Kirchen zu pflegen.

Heute sprechen wir schon nicht mehr von Versöhnung, weil dieser Prozess – so scheint es mir – beendet ist. Heute sprechen wir von Freundschaften, Begegnungen, Zusammenarbeit und wirklicher Partnerschaft, die eine gemeinsame Erfahrung unserer Kirchen ist. 

Deswegen betrachten wir mit großem Entsetzen den auf beiden Seiten unserer Grenze sowohl in Deutschland als auch in Polen wieder auflebenden Nationalismus. Dämonen, die vor 80 Jahren zu einer Welttragödie geführt haben, werden wieder lebendig. Das dürfen wir nie vergessen, und wir müssen umso mehr die aufbauende Kraft der Versöhnung und des Ausbreitens des Friedens wahrnehmen. 

Ich verneige mich vor allen, die zu der Vorbereitung unserer Partnerschaft beigetragen und später die Voraussetzungen dafür geschaffen haben und dies heute weiterhin fortsetzen. 

Wir bauen das gemeinsame Europa ohne Mauern und Grenzen, ein Europa, das im Frieden lebt, ein Europa ohne Nationalismus und Fremdenhass, ein Europa der Toleranz und des gegenseitigen Achtens. Das soll unser gemeinsames Ziel sein, ein Ziel unserer Kirchen aber auch das Ziel der Politiker unserer beiden Länder.   


Słowo pozdrowienia z okazji jubileuszu 20-lecia podpisania 
Umowy Partnerskiej od Bischof i. R. Ryszard Bogusz


Z radością łączymy się dziś w modlitwie wspominając ten czas, gdy podpisywaliśmy akt partnerstwa pomiędzy naszymi Kościołami. Partnerstwo oznaczało wtedy widoczny krok na drodze pojednania pomiędzy dwoma Kościołami i Narodami. Dla nas też, było to wypełnienie słów ap. Pawła z II Listu do Koryntian: „…Bóg w Chrystusie świat z sobą pojednał, nie zaliczając im ich upadków, i powierzył nam służbę pojednania”. (II Kor. 5,19).


Nasze pokolenie otrzymało obok konfliktowego dziedzictwa przeszłości, także szansę pokojowego kształtowania bieżących i przyszłych stosunków polsko-niemieckich. Ta szansa była darem Łaski Bożej. Nasze Kościoły, jako jedyną możliwą odpowiedź na zaoferowaną łaskę uznały poświęcenie się dziełu pojednania miedzy naszymi narodami.


Słowo pojednanie brzmi, w naszym kontekście bardzo pompatycznie. A jednak w naszych partnerskich kontaktach słowo to stało się rzeczywistością.

Ten, zdawałoby się, symboliczny akt partnerstwa, który podpisaliśmy przed dwudziestu laty, razem z Biskupem Bergerem, obecną tu Panią Prezes Elke König oraz z Biskupem Michałem Warczyńskim, przez następne lata wypełniany był życiem, stał się ważnym krokiem na drodze pojednania między ludźmi dwóch narodów.


Trudna była droga do tego, co dzisiaj nazywamy partnerstwem. Mimo wielu serdecznych kontaktów, żyliśmy obciążeni ciemnymi kartami przeszłości. Mimo, że komunistyczna władza, po obu stronach Odry umieszczała wtedy hasła o przyjaźni, braterstwie i współpracy, to jednak dobrze strzegła granicy przed tymi, którzy chcieliby te hasła realizować. Nieliczne, personalne kontakty drążyły jednak ów twardy kamień, który wreszcie pękł. Dosłownie i w przenośni.


Przed trzydziestu laty pękł mur berliński, w Polsce i w innych krajach wschodnich doszło do przemian politycznych, ale również, tych moralnych, sięgających do głębi ludzkiego sumienia. 


Msza Pojednania w Krzyżowej i Znak Pokoju przekazany sobie przez Helmuta Kohla i Tadeusza Mazowieckiego rozpoczęły nowy rozdział współpracy i zgody między naszymi narodami.


Truizmem jednak byłoby dziś powiedzieć, że nasze partnerstwo ma tylko dwadzieścia lat. A wcześniej?  

Tak, ono istniało – nieoficjalnie. Kościół Pomorski poprzez swoich przedstawicieli utrzymywał dobre kontakty z naszymi parafiami w polskiej części Pomorza. Szczecin, Gorzów Wlkp. Słupsk, czy Koszalin. Duchowni jak i świeccy tych parafii byli częstymi gośćmi Kościoła Pomorskiego. 

W latach polskiego kryzysu gospodarczego, otrzymywaliśmy pomoc od naszych sąsiadów zza Odry. To ewangeliczne wsparcie przyjaciół w potrzebie, stało się również źródłem coraz bliższych kontaktów. Utworzono wówczas Grupę Roboczą, która za zadanie miała utrzymywać kontakty między naszymi Kościołami.


Dzisiaj nie mówimy już o pojednaniu, bo ten proces - wydaje mi się - jest zakończony. Dzisiaj mówimy o przyjaźniach, spotkaniach, współpracy i rzeczywistym partnerstwie, które należy do wspólnych doznań i doświadczeń naszych Kościołów.

Dlatego też z tak wielkim przerażeniem patrzymy dzisiaj na odradzające się po obu stronach naszej granicy, zarówno w Niemczech jak i w Polsce nacjonalizmy. Ożywają demony, które 80 lat temu doprowadziły do ogólnoświatowej tragedii. Nigdy nie powinniśmy o tym zapomnieć i tym bardziej dostrzegać budującą moc pojednania i szerzenia pokoju. 


W tym miejscu chylę czoło przed wszystkimi, którzy uczestniczyli w przygotowaniu naszego partnerstwa, później realizowali jego założenia, a dzisiaj je kontynuują.

Budujmy nadal Europę bez granic i murów, Europę, która żyje w pokoju, Europę wolną od nacjonalizmów mi ksenofobii, Europę tolerancji i wzajemnego szacunku. To powinien być nasz wspólny cel, cel naszych Kościołów, ale i cel polityków naszych krajów.

Station 2

Der Bläserkreis am Fuß des Hügels in Neu-Rosow

Teil des Halbkreises vor dem gemeinsamen Gebet auf dem Gipfel in Neu-Rosow

Beängstigende Enge auf dem Gipfel in Neu-Rosow

Nach der Eröffnung der Jubiläums-Feierlichkeiten in der Gedächtniskirche Rosow ging es zum Klang von Bläsermusik zu den bereit stehenden Fahrzeugen, mit denen alle Veranstaltungs-Teilnehmer/innen an den Fuß des Hügels mit den Berührungspunkten der Deutsch-Polnischen Grenze bei Neu-Rosow gebracht wurden. 

Auf dem Gipfel dieses Hügels stand zwischen den Grenzpfählen beider Länder ein bereits vorbereiteter 3. Pfahl, der nach Bläsermusik und einer Begrüßung feierlich zum Friedenspfahl gleichsam geweiht wurde, und zwar 

  • mit der Lesung der ersten Sätze des Partnerschaftsvertrags durch Bischof Prof. Dr. Marcin Hintz und Bischof Tilman Jerenias und 
  • mit dem gemeinsamen Singen des von den Bläsern begleiteten Liedes „Unfrieden herrscht auf der Erde, 
  • mit einem erklärenden Wort zum Peace Pole (Friedenspfahl), 
  • der Anbringung eines Friedensspruchs in beiden Sprachen durch weitere Bischöfe und Kirchenvertreter sowie 
  • mit dem gemeinsamen Lesen des Friedensgebets der Vereinten Nationen in beiden Sprachen in einem vorher gebildeten Friedenskreis

Die 3. Station

bildete die Trinitatiskirche Stettin, in der nach einem Mittagessen um 14:30 Uhr der Festgottesdienst gefeiert wurde. Er begann mit einer Musik der Bläser zum Eingang und mit einer Begrüßung durch Pastorin Christa Hunziger und Ksiądz Slawomir Sikora.

Die in Neu-Rosow und am Festgottesdienst beteiligten Jugendlichen und Kinder mit Pastor Matthias Stuve und Pastor Bernhard Riedel sowie dem Theologen-Ehepaar Izabela & Sławomir Sikora, den Initiatoren für die Gottesdienstgestaltung (1. Reihe ganz links bzw. ganz rechts).

Pastorin Christa Hunziger und Ksiadz Slawomir Sikora begrüßen als Liturgen die Besucherinnen und Besucher des Gottesdienstes.

Nach der üblichen liturgischen Eröffnung wurden zunächst

- das Gebet von Psalm 1 Polnisch und Deutsch im Wechsel gesprochen und nach einer Hinführung
- das Beichtgebet gleichzeitig in beiden Sprachen von allen gelesen.

Die auf Polnisch gestellten Beichtfragen mit dem anschließenden Wort der Vergebung und Ermutigung wurden gemeinsam auf Latein mit dem mehrfachen Liedruf „Laudate omnes gentes“ abgeschlossen.

Die nächsten 20 Minuten gehörten ganz den mitwirkenden Jugendlichen aus Brüssow, Penkun und Szczecin: Nach der polnischen Lesung von Markus 2, 1 – 12 gab es zu dem gelesenen Text zunächst

- eine „historische“ Pantomime und nach dem o. g. Liedruf
- eine „aktuelle“ Pantomime, der ebenfalls der o. g. Liedruf folgte.

Nach dem gleichzeitig polnnisch und deutsch gesprochenen Nizänischem Glaubesbekenntis und dem gemeinsam in beiden Sprachen gesungenen polnischen Lied „Unfriede herrscht auf der Erde“ folgten

- die Predigt zu Markus 2, 1 – 12 von Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt und
- eine Laudatio von Bischof Waldemar Pytel.

Das nach der Ev.- Augsburgischen Ordnung gehaltene Abendmahl wurde zum Abschluss dieses Festtages gefeiert, der mit dem gemeinsamen Lied „Verleih und Frieden“, dem Segen und einer Musik der Bläser als Ausklang endete.

SŁOWO PARAFIALNE
NR 4/2019(112) WROCŁAW (S. 20/21)

PARAFIA EWANGELICKO-AUGSBURSK A OPATRZNOŚCI BOŻEJ 

Gemeindewort
NR 4/2019(112) BRESLAU (S. 20/21)

Evangelische Augsburger Pfarrei der Vorsehung Gottes

Bericht von Ks. Pawel Meller zum 20. Jahrestag des deutsch-polnischen Partnerschaftsvertrags zwischen der Diözese Wroclaw und der Diözese Po- morsko-Wielkopolska der Ev.-Augsburgischen Kirche in Polen und der Pommerschen Ev. Kirche in Deutschland im Gemeindeblatt:


Grußwort von Bischof i. R. Ryszard Bogusz in der Gedächtniskirche Rosow
Auf der Bank unter dem Fenster (v. l.): Ksiądz Wojciech Froehlich aus Słupsk,
Pfarrer Axel Luther aus Berlin,
Karl Lau - Vorsitzender des Fördervereins aus Rosow

Historia dwudziestoletniej przyjaźni 

Die Geschichte von zwanzig Jahren Freundschaft

Przed dwudziestoma laty diecezja wrocławska oraz diecezja pomorsko-wielkopolska Kościoła ewangelicko-augsburskiego w Polsce podpisały umowę partnerską z Pomorskim Kościołem ewangelickim, dziś znanym jako ewangelicko-Luterański Kościół Północnych Niemiec.
Vor zwanzig Jahren unterzeichneten die Diözese Wrocław und die Diözese Pommern und Großpolen der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen ein Partnerschaftsabkommen mit der Pommerschen Evangelischen Kirche, der heutigen Evangelisch-Lutherischen Kirche von Norddeutschland.

W preambule dokumentu z 14 listopada 1999 roku napisano:
„Diecezja wrocławska i diecezja pomorsko-wielkopolska Kościoła ewangelicko-augsburskiego w Polsce oraz Ewangelicko-Luterański Kościół Północnych Niemiec (wcześniej Pomorski Kościół Ewangelicki) są członkami jednego chrześcijańskiego Kościoła. Wywodząc się z Reformacji wyznają Trójjedynego Boga zgodnie ze świadectwem Pisma Świętego. Przyznają się one, pomimo zmiennego biegu historii, do wspólnych związków z dziedzictwem Reformacji na Pomorzu”.
In der Präambel des Dokuments vom 14. November 1999 heißt es:
"Die Diözese Wrocław und die Diözese Pommern und Großpolen der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen und der Evangelisch-Lutherischen Kirche von Norddeutschland (ehemals Pommersche Evangelische Kirche) sind Mitglieder einer christlichen Kirche. Aus der Reformation stammend, bekennen sie sich nach dem Zeugnis der Heiligen Bibel zum dreifaltigen Gott. Sie bekennen sich trotz des wechselvollen Verlaufs der Geschichte zu gemeinsamen Beziehungen mit dem Erbe der Reformation in Pommern".

Od tego momentu rozpoczął się okres spotkań, wspólnych inicjatyw oraz budowania pięknej przyjaźni, bowiem, w ramach umowy, obie strony zobowiązały się między innymi do: wzajemnej współpracy i służby, rozwijania dialogu teologicznego, podejmowania praktycznych działań na rzecz pojednania, organizowania wspólnych przedsięwzięć dla dzieci i młodzieży oraz współpracy w duszpasterskiej misji Kościoła.
Von diesem Moment an begann eine Zeit der Begegnungen, der gemeinsamen Initiativen und des Aufbaus einer schönen Freundschaft, denn im Rahmen des Abkommens verpflichteten sich beide Parteien unter anderem: Gegenseitige Zusammenarbeit und Hilfe, Entwicklung des theologischen Dialogs, Ergreifen praktischer Maßnahmen zur Versöhnung, Organisation gemeinsamer Unternehmungen für Kinder und Jugendliche und Zusammenarbeit in der pastoralen Mission der Kirche.

2 listopada 2019 roku luteranie z Polski i Niemiec uczcili jubileusz dwudziestoletniej przyjaźni i partnerstwa. Uroczystości rozpoczęły się w Kościele Pamięci w niemieckim Rosow. Obecni na spotkaniu sygnatariusze umowy partnerskiej: Elke König (Prezes Synodu Pomorskiego Ewangelickiego Okręgu Kościelnego) i bp Ryszard Bogusz podzielili się swoimi wspomnieniami.
Am 2. November 2019 feierten LutheranerInnen aus Polen und Deutschland den Jahrestag von zwanzig Jahren Freundschaft und Partnerschaft. Die Feierlichkeiten begannen in der Gedächtniskirche in Rosow, Deutschland. Die Unterzeichner des Partnerschaftsabkommens sind bei dem Treffen anwesend: Elke König (Vorsitzende der Pommerschen Synode des Evangelischen Kirchenkreises) und Bischof Ryszard Bogusz tauschten ihre Erinnerungen aus.


Kolejne miejsce uroczystości było niezwykle symboliczne – dawne, polsko-niemieckie przejście graniczne w okolicy Neu-Rosow. Pomiędzy dwoma granicznymi słupami postawiono tam trzeci – słup Pokoju. Bp prof. Marcin Hintz oraz bp Tilman Jeremias, wprowadzony przed kilkoma dniami w urząd biskupa okręgu Meklemburgii i Pomorza ewangelickiego Kościoła Północnych Niemiec wygłosili krótkie przemówienie i przekazali zebranym pozdrowienie:
Der nächste Ort der Zeremonie war äußerst symbolträchtig - der ehemalige deutsch-polnische Grenzübergang bei Neu-Rosow. Zwischen zwei Grenzposten gab es einen dritten - den Friedensposten. Bischof Prof. Marcin Hintz und Bischof Tilman Jeremias, der vor einigen Tagen in das Amt des Landesbischofs von Mecklenburg und Pommern der Evangelischen Kirche von Norddeutschland eingeführt wurde, hielten eine kurze Ansprache und begrüßten die Zuhörer:

„Serdecznie witamy na granicy niemiecko-polskiej! Jesteśmy tutaj, ponieważ chcemy dać znak pojednania i pokoju. Jesteśmy tutaj, ponieważ od 20 lat jesteśmy ze sobą w szczególny sposób związani.”
"Willkommen an der deutsch-polnischen Grenze! Wir sind hier, weil wir ein Zeichen der Versöhnung und des Friedens setzen wollen. Wir sind hier, weil wir seit 20 Jahren auf besondere Weise miteinander verbunden sind".

Tym znakiem pokoju i pojednania było przytwierdzenie do Słupa Pokoju tabliczek wyrażających wspólne życzenie: „Pokój niech będzie na ziemi. Te słowa napisane są po polsku i niemiecku. To jest nasze życzenie, zarówno dla nas Polaków, jak i Niemców. Oba szyldy przytwierdzimy do słupa Pokoju jako znak naszej woli, naszej tęsknoty i naszego zobowiązania. Pokój niech będzie na ziemi!”
Dieses Zeichen des Friedens und der Versöhnung war die Anbringung von Plakaten, die einen gemeinsamen Wunsch zum Ausdruck bringen, an der Friedenssäule: "Friede sei mit der Erde. Diese Worte sind in Polnisch und Deutsch geschrieben. Das ist unser Wunsch, sowohl für uns Polen als auch für die Deutschen. Wir bringen beide Zeichen an der Säule des Friedens an, als Zeichen unseres Willens, unserer Sehnsucht und unseres Engagements. Friede sei mit der Erde!"

Ostatnia część uroczystości odbyła się w Szczecinie. W luterańskim kościele św. Trójcy odprawione zostało polsko-niemieckie nabożeństwo, w przebieg którego włączyła się młodzież z Brüssow, Penkun oraz Szczecina. Przygotowała ona pantomimę na temat tekstu kazalnego z Ewangelii Marka (Mk 2,1-12). Kazanie wygłosiła bp krajowa Kristina Kühnbaum-schmidt, która wskazała, że: „w partnerstwie ważne jest abyśmy się spotykali, wymieniali doświadczeniami i wzajemnie akceptowali. To dużo, zważywszy na fakt okropnej przeszłości pomiędzy naszymi krajami, zgotowanej przez nas Niemców, ale także wobec obecnego rozdarcia w Europie.”
Der letzte Teil der Festveranstaltung fand in Szczecin statt. In der evangelischen Kirche der Heiligen Dreifaltigkeit wurde ein polnisch-deutscher Gottesdienst gefeiert, an dem junge Menschen aus Brüssow, Penkun und Stettin teilnahmen. Sie bereitete eine Pantomime über den Predigttext aus dem Markus-Evangelium vor (Mk 2,1-12). Die Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt hielt die Predigt und deutete dies an: "In der Partnerschaft ist es wichtig, dass wir uns treffen, Erfahrungen austauschen und uns gegenseitig akzeptieren. Das ist viel, angesichts der schrecklichen, von den Deutschen verursachten Vergangenheit zwischen unseren Ländern, aber auch angesichts der gegenwärtigen Kluft in Europa".

Laudację na temat 20-lecia przyjaźni wygłosił bp Waldemar Pytel.
Bischof Waldemar Pytel hielt (danach) eine Laudatio über die 20-jährige Freundschaft.

Ks. Paweł Meller (Übertragung ins Deutsche und Beschriftung der Fotos: Karsten Scheller) 



Im Rahmen des Brandenburger Dorfkirchesommers 2019

30 Jahre Mauerfall

Sonnabend, 9. November 2019, 15:00 Uhr
Ökumenischer Gottesdienst 

mit Nachwuchsmusikern aus Penkun

Liturgin:
Stud. theol. Franziska Franke (Penkun)
Lektorin:
Heike Möser (Krackow)

Danach: Gedankenaustausch beim Kaffeetrinken
Kollekte erbeten

Musiker Tomasz Witkowski (Stettin) nach der Improvisation zum Eingang mit Liturgin Franziska Franke (Penkun) während der Begrüßung 

Eddy Bracht (Mescherin) bei der Lesung der Dankverse aus dem 36. Psalm

Liturgin Franziska Franke (Penkun) bei der Erklärung der beiden vorgesehenen Aktionen und bei ihrer Predigt

Der Ökumenische Gottesdienst zum 30. Jahrestag des Mauerfalls war in seiner Anlage ein besonderer Gottesdienst. 
Auf am Eingang verteilten Handzetteln wurden die Besucher/innen über den vorgesehenen Ablauf informiert.


Begrüßung
Lied: „Komm Herr segne uns…“ EG 170
Psalm 36, 6-10 EG 719
Aktion 1

 Erinnerungen an den Mauerfall
Lesung Epistel Römer 12, 9-22 
Glaubensbekenntnis 
Lied: „Wenn wir in höchsten Nöten sein..“ EG 366 
Predigt 
Lied: „Wind of change“ 
Aktion 2 

Bedeutung des Mauerfalls 
Lied: „Freiheit“ 

Fürbitte und Vater Unser 
Abschluss 

Danach galt der Gottesdienst nicht nur dem Gedenken, sondern er wollte die Gemeinde auch veranlassen, sich in zwei Aktionen das Geschehen persönlich noch einmal zu vergegenwärtigen und sich ihr Urteil über die Folgen bewusst zu machen. Dafür erhielten alle Besucher/innen die Möglichkeit, sich in jeweils 10 Minuten zu vorgeschlagenen Fragen persönliche Notizen als Erinnerungshilfe zu machen (Es war ausdrücklich nicht beabsichtigt, diese Notizen einzusammeln). Die Anregungen zur Beantwortung der Fragen waren auf der Rückseite der Handzettel vermerkt.

  1. Aktion
    ◆ Fragen: Was haben Sie am 09. Nov.1989 gemacht? Welche Gedanken und Gefühle hat der Mauerfall ausgelöst? Welche Konsequenzen haben Sie erwartet?
    ✦ Ziel: Auseinandersetzung mit der Erinnerung; Möglichkeit zur späteren Reflexion.
  2. Aktion
    ◆ Fragen: Wie sehen Sie die Wiedervereinigung nach 30 Jahren? Welche Vorteile ergaben sich persönlich für Sie durch den Mauerfall? Hat sich Ihr Bezug zur Kirche nach dem Mauerfall verändert?
    ✦ Ziel: Reflexion der damaligen Befürchtungen und Hoffnungen aus heutiger Sicht.

Die vorgesehenen Aktionen entwickelten sich nach kurzer Stillarbeit – erwartungsgemäß – sehr schnell zu einem intensiven Gedankenaustausch in den sich spontan bildenden Kleingruppen der Sitznachbarn. 
Gleich nach dem Ende des Gottesdienstes folgten einige Besucher*innen der ermutigenden Aufforderung von Franziska Franke, ihre Gedanken zu den gestellten Fragen öffentlich zusammenzufassen.
Das Wort ergriffen dazu: Pfr. Oswald Wutzke (Gartz), Landwirt Bernd Klänhammer (Penkun), Renate Scheller (Berlin), Karl Lau – Vorsitzender des Fördervereins (Rosow) und Pastor Bernhard Riedel (Penkun). Bei allen Redebeiträge waren aus den persönlichen Worten nahezu durchgehend die Freude über die Überwindung der Mauer und die gewonnene Freiheit sowie der anerkennende Dank für diesen besonderen Gottesdienst herauszuhören. 

Bemerkenswert:
Die Mitwirkenden im Gottesdienst – alles junge Erwachsene, die den Mauerfall selbst gar nicht erlebt haben, nämlich:  
Stud. theol. Franziska Franke (Penkun), die den Gottesdienst geleitet und verantwortet und in ihrer Predigt nach einem historischen Rückblick geschickt den Bogen zu dem zuvor gelesenen Auszug aus dem Römerbrief geschlagen hat.
Musiker Tomasz Witkowski (Stettin), der nicht nur die Gemeindelieder begleitet, sondern den Gottesdienst zum Beginn und zum Ende durch eigene Improvisationen bereichert hat,
Eddy Bracht (Mescherin) mit der Lesung der Dankverse aus dem 36. Psalm.
Heike Möser (Krackow), als Lektorin angekündigt, mit der Lesung der Epistel und
Gina-Marie Franke (Berlin), die das Fürbittengebet nach einer Vorlage von Pfr. Carsten Schäfer v. 31.07.19 gesprochen hat.
65 Menschen aus der Region - darunter 6 Jugendliche und 2 Kinder aus der Jungen Gemeinde in Penkun - haben diesen Gottesdienst gemeinsam gefeiert. • Bei Kaffee und Kuchen ergaben sich In informellen Gruppen nachher noch anregende Gespräche.

Pfr. i. R. Oswald Wutzke (Gartz) hebt bei seinem Redebeitrag besonders den Dank für die von Stud. theol. Franziska Franke ergriffene Initiative zur Feier dieses Gottesdienstes hervor.

Landwirt Bernd Klänhammer (Penkun) zieht bei seinem Vergleich mit der Situation in der Landwirtschaft seines Vaters eine i. W. positive Bilanz.

Renate Scheller (Berlin), die 1954 die DDR aus beruflichen Gründen verlassen hatte und seit 1966 in (West-)Berlin lebt, berichtet, wie sie und die Menschen in der geteilten Stadt den Mauerfall erlebt und wie sehr sie sich alle über das Wiedersehen mit den Angehörigen auf der anderen Seite der Mauer gefreut haben.

Der Vorsitzende des Fördervereins, Karl Lau, wies in seinem Redebeitrag in seiner ehemaligen Funktion als Ortsvorsteher besonders auf die Investitionen hin, die erst nach der Wende in größerem Umfang gegen den Zerfall zur Verbesserung der Infrastruktur durch das Programm "Aufbau Ost" ermöglicht wurden.

An dieser Seite wird noch gearbeitet 

Wegen der Umstellung auf einen neuen Webdesigner, müssen noch viele Seiten der alten Homepage aufgearbeitet werden. Ich bitte um Geduld. Sollten Wünsche bestehen, ein bestimmtes Jahr rekonstuiert zu bekommen, bitte ich um eine kurze Nachricht.
Burkhard Lau