Konzert 8.8.2003

Klassikklänge von der Empore
80 Besucher beim Konzert in Rosower Kirche
von Marita Poschitzki

Es ist schon ein geschichtliches Ereignis, dass in einer Kirche, die 30 Jahre nicht genutzt wurde, wieder Leben einzieht. Möglich wurde das durch den Förderverein "Gedächtniskirche Rosow", der es sich zum Ziel gemacht hat, in diesen historischen Mauern ein deutsch-polnisches Begegnungszentrum zu eröffnen und in diesem Rahmen die Kirche zu sanieren und damit zu erhalten. Bereits im vergangenen Jahr konnte im Kirchenschiff eine erste Ausstellung gezeigt werden. Inzwischen fanden auch wieder ein Gottesdienst mit Taufen, Gesprächsrunden und weitere Ausstellungen statt.Am Vorabend des Rosower Sommerfestes vergangenes Wochenende gab es nun ein erstes Konzert in der Kirche. Das Schwedter Bläserquartett "Schwedt-Brass" mit Mirko Schreiber, Andreas Zühlke, Joachim Dürichen und Christoph Lipke erfreute mit klassischer Musik. Zum Einsatz kamen Trompete, Flügelhorn und Posaune. Es erklangen Werke von Vivaldi, Dvoracek, Gershwin, Morley, Weelkes, Scheidt. Die Besucher erlebten Musik aus dem vergangenen Jahrhundert und zeitgenössische Stücke.
Zu hören unter anderem der Zyklus "Ferienlager" mit Abreise auf dem Bahnhof, so richtig mit Ansage und Losfahren der Bimmelbahn. Weitere Erlebnisse waren eine Burgbesichtigung, die Fuchsjagd, das Lagerfeuer und die Fahrt nach Hause.
Für die 80 Besucher war das Konzert ein tolles Erlebnis und bei freien Eintritt waren alle gern bereit, eine kleine für die Sanierung der Kirche zu geben. Eine Förderung ist beantragt, noch gibt es keine Zusage, aber eins konnte Bürgermeister und Fördervereinsvorsitzender Karl Lau in Erfahrung bringen. "Eine Bestätigung konnte mir die Verantwortliche noch nicht geben, aber sie meinte, wir sollen uns um die Eigenmittel bemühen. Ich finde ein gutes Zeichen."
Der Abend klang bei einem Gläschen Wein im Kirchgarten aus, den die Mitglieder des Fördervereins so richtig romantisch mit Fackeln, Lichterketten und selbstgefertigten Windlichtern hübsch hergerichtet hatten. In einem war man sich einig, es war nicht das letzte Konzert.