Gruwort Elke Knig

Grußwort zum 20jährigen Jubiläum der Unterzeichnung
des Partnerschaftsvertrages von Elke König

Die Worte der Präambel des Partnerschaftsvertrages, dessen Unterzeichnung nun bereits 20 Jahre zurückliegt, sind bleibend aktuell und sie können heute wie vor zwei Jahrzehnten so gesagt werden und ich darf es ganz getrost wiederholen, was dort im November in der Trinitatiskirche in Stettin verlesen und unterzeichnet wurde:      -Zitat -
Die Diözese Wroclaw, die Diözese Pomorsko-Wielkopolska und die Pommersche Evangelische Kirche schließen in Dankbarkeit für eine jahrelange gegenseitig praktizierte Partnerschaft, im Wissen um die aus der Geschichte erwachsene gemeinsame Verantwortung und als Zeichen für Versöhnung und Hoffnung in der Mitte Europas, den nachstehenden Vertrag:

Sie wissen sich durch eine wechselvolle Geschichte zusammengeführt und mit dem Erbe der Reformation in Pommern (Pomorze) verbunden.

Ihre Partnerschaft bedeutet einen sichtbaren Schritt auf dem Weg der Versöhnung zwischen den Kirchen und den Völkern in Polen und Deutschland, die unter dem 2. Weltkrieg und seinen Folgen sehr gelitten haben und in ihre Länder eingebunden sind.

»Gott war in Christus und versöhnte die Welt mit sich selber und rechnete ihnen ihre Sünden nicht zu und hat unter uns aufgerichtet das Wort von der Versöhnung.« (2. Kor. 5,19).

Den Inhalt des Vertrages und unsere Verpflichtungen haben wir in der damaligen Kirchenleitung ausführlichst besprochen und alle waren mit ganzem Herzen berührt und einverstanden.

Als wir dann in Stettin zur Unterzeichnung des Vertrages waren, kann mich gut erinnern, wie sehr ich aufgeregt war. Wenige Sätze auf Polnisch hatte ich damals auswendig gelernt und diese wollte ich unbedingt sagen. Mir war dies damals sehr wichtig als ganz kleines Zeichen, denn die guten Deutschkenntnisse unserer Partner und Freunde waren für uns manchmal beschämend, konnten wir doch leider sprachlich nicht in ähnlicher Weise agieren. Gut erinnern kann ich mich auch an die Gespräche danach. Man merkte, es gab und gibt immer wieder das Bedürfnis, Geschichten zu erzählen und aus seinem Leben zu berichten. Und es wurde sehr deutlich, wie sehr wir Menschen in Pommern - auch ich mit meiner Familiengeschichte - miteinander verbunden sind. Und es bleibt unsere Aufgaben, über Generationen hinweg Gespräche und ein Nachdenken anzuregen, wie man bezogen auf die Zukunft kluge Lehren aus der Vergangenheit ziehen kann.

Wir alle wissen um die Fragilität von Europa, Frieden und Sicherheit!
Leider ist es so, dass das gegenwärtig auch in unseren Ländern wieder nationalistische Stimmen laut werden. Hier sind wird aufgerufen, aktiv für die Idee eines vereinten, dem Frieden und der Demokratie verpflichteten Europas Partei zu ergreifen. Die Partnerschaft unserer Kirchen steht auch für unsere gemeinsame christliche Verantwortung für ein Miteinander der Völker in Frieden, Menschlichkeit und gegenseitiger Achtung!
Das Erinnern an den Partnerschaftsvertrag unterstreicht, wie gut und wichtig es ist, dass wir uns treffen und unsere Partnerschaft pflegen. Nicht nur über die gemeinsame historische Kulturlandschaft Pommern sind wir diesseits und jenseits der Oder miteinander verbunden. Da gibt es viel Meer und mehr! Es sind die Menschen, es sind die gemeinsamen Begegnungen, das Wissen voneinander und umeinander, die entstandenen neun und langjährigen Freundschaften, ja auch die unterschiedlichen Erfahrungen, das Teilen von Sorgen und Nöten und das gemeinsame Feiern, die den Vertrag mit Leben füllen. Und das haben wir eben eindrucksvoll gehört und dafür bin ich sehr dankbar und auch, dass dieser Weg von der 2012 gegründeten Nordkirche fortgesetzt wird.
Lassen Sie mich enden mit einem Gebet aus einem Andachtsbüchlein zum Pilgerweg der Gerechtigkeit und des Friedens, aus dem wir im Sommer dieses Jahres gemeinsam mit unseren Schwestern und Brüdern in Slupsk und Koszalin gebetet und gesungen haben - Matthias Tuve hat es uns allen geschenkt:
Wir gehen weiter unseren Weg, um nach Jesu Worten und Taten zu handeln, um Salz der Erde zu sein, Gerechtigkeit zu suchen, Frieden zu stiften, die Schöpfung zu bewahren und das Leben zu gewinnen. Amen.
Ryszard Bogusz, Bischof a.D. der Diözese Wroclawska der Ev.-Augsburgischen Kirche in Polen
20 Jahre Partnerschaft der Diözesen Wrocławska und Pomorsko-Wielkopolska der Evangelisch Augsburgischen Kirche in Polen und der Pommerschen Evangelischen Kirche (jetzt Nordkirche)
Mit Freude und im Gebet verbunden blicken wir zurück auf die Zeit, in der wir den Vertrag zwischen unseren Kirchen unterzeichnet haben. Eine Partnerschaft bedeutete damals einen sichtbaren Schritt auf dem Weg der Versöhnung zwischen zwei Kirchen und Völkern. Es war für uns auch Erfüllung der Worte des Apostels Paulus aus dem 2. Korintherbrief: Gott war in Christus und versöhnte die Welt mit sich selber und rechnete ihnen ihre Sünden nicht zu und hat unter uns aufgerichtet das Wort von der Versöhnung (2 Kor 5,19)
Unsere Generation bekam neben dem Konflikterbe der Vergangenheit die Chance eines friedevollen Gestaltens der gegenwärtigen und zukünftigen Deutsch-Polnischen Verhältnisse. Diese Chance war eine Gabe der Gnade Gottes. Als einzig mögliche Antwort auf die angebotene Gnade haben unsere Kirchen die Hingabe für das Werk der Versöhnung zwischen unseren Völkern betrachtet.

Das Wort Versöhnung klingt in unserem Kontext sehr hochtrabend. Und doch ist in unseren partnerschaftlichen Beziehungen dieses Wort Realität geworden.

Dieser anscheinend symbolische Partnerschaftsakt, den wir vor 20 Jahren gemeinsam mit Bischof Berger, der hier anwesenden Präses Elke König und Bischof Michał Warczyński begangen haben, ist in den nächsten Jahren mit Leben erfüllt worden und wurde zu einem wichtigen Schritt auf dem Weg der Versöhnung zwischen Menschen aus zwei Völkern.

Es war ein schwerer Weg zu dem was wir heute Partnerschaft nennen. Trotz vielen herzlichen Kontakten lebten wir mit der Last der dunklen Seiten der Vergangenheit. Trotz dem dass die kommunistische Regierung auf den beiden Seiten der Oder viel über Freundschaft, Brüderschaft und Zusammenarbeit sprach, bewachte sie jedoch die Grenze vor denen, die diese Sprüche realisieren wollten. Seltene, persönliche Kontakte höhlten den harten Stein, der letzten Endes auseinanderbrach. Wörtlich und metaphorisch.

Vor dreißig Jahren brach die Berliner Mauer zusammen, in Polen und in anderen Ostländern kam es zu politischen, aber auch in das menschliche Gewissen tief eingreifenden moralischen Veränderungen.

Die Versöhnungsmesse in Kreisau und das Friedenszeichen, das sich Helmuth Kohl und Tadeusz Mazowiecki gaben, eröffneten ein neues Kapitel der Zusammenarbeit und des Friedens zwischen unseren Völkern.

Es wäre ein Trugschluss zu sagen, dass unsere Partnerschaft hat erst seit 20 Jahren besteht. Und früher? Ja, es gab sie – inoffiziell. 

Die Pommersche Evangelische Kirche über Ihre Vertreter pflegte gute Kontakte mit unseren Gemeinden im polnischen Teil Pommerns. Szczecin, Gorzów Wlkp. Słupsk und Koszalin. Sowohl Geistliche als auch Laien aus diesen Gemeinden waren oft in der Pommerschen Kirche zu Gast.

In den Jahren der polnischen Wirtschaftskrise bekamen wir Unterstützung von unseren Nachbarn jenseits der Oder. Diese christliche Unterstützung der Freunde in Not wurde zur Quelle der immer engeren Kontakte. Es wurde eine Arbeitsgruppe berufen, deren Aufgabe es war, die Kontakte zwischen unseren Kirchen zu pflegen.
Heute sprechen wir schon nicht mehr von Versöhnung, weil dieser Prozess - scheint mir – beendet ist.
(Mir ist unklar, wie dieser Satz gemeint ist. Will er sagen: Heute sprechen wir weniger von Versöhnung, weil dieser Prozess beendet ist. ? Nicht mehr fehlte…  

Heute sprechen wir von Freundschaften, Begegnungen, Zusammenarbeit, und wirklicher Partnerschaft, die eine gemeinsame Erfahrung unserer Kirchen ist.

Deswegen betrachten wir mit großem Entsetzen die auf beiden Seiten unserer Grenze sowohl in Deutschland als auch in Polen den wieder auflebenden Nationalismus. Dämonen, die vor 80 Jahren zu einer Welttragödie geführt haben, werden wieder lebendig. Das dürfen wir nie vergessen und umso mehr die aufbauende Kraft der Versöhnung und des Ausbreitens des Friedens wahrnehmen.

Ich verneige mich vor allen, die zu der Vorbereitung unserer Partnerschaft beigetragen und später ihre Voraussetzungen erfüllt haben und heute weiterhin fortsetzen.

Wir bauen das gemeinsame Europa ohne Mauern und Grenzen, ein Europa, das im Frieden lebt, ein Europa ohne Nationalismus und Fremdenhass, ein Europa der Toleranz und des gegenseitigen Achtens. Das soll unser gemeinsames Ziel sein, ein Ziel unserer Kirchen aber auch das Ziel der Politiker unserer beiden Länder.  

Słowo pozdrowienia z okazji jubileuszu
20-lecia podpisania Umowy Partnerskiej Elke König

Słowa preambuły Umowy Partnerskiej, która podpisana została 20 lat temu, są niezmiennie aktualne i mogą być dzisiaj, tak jak przed dwoma dekadami wypowiedziane, dlatego mogę bez cienia wątpliwości powtórzyć to, co wówczas w listopadzie w kościele Św. Trójcy w Szczecinie zostało odczytane i podpisane: -cytat-

„Diecezje Wrocławska i Pomorsko-Wielkopolska oraz Pomorski Kościół Ewangelicki mając na uwadze spontaniczne, długoletnie wzajemne partnerstwo i kierowane świadomością wynikającą z historii wspólnej odpowiedzialności oraz chcąc okazać znak pojednania i nadziei w centrum Europy, zawierają następującą umowę: …Przyznają się one, pomimo zmiennego biegu historii, do wspólnych związków z dziedzictwem Reformacji na Pomorzu.

Ich wzajemne partnerstwo stanowi istotny i widoczny krok we wspólnej drodze do pojednania pomiędzy Kościołami i Narodami Polski i Niemiec, które są związane ze swoimi krajami, a które to narody ucierpiały w okresie II wojny światowej oraz jej następstw.

„Bóg w Chrystusie świat z sobą pojednał, nie zaliczając im ich upadków i powierzył nam słowo upamiętania." (2. Kor 5,19)

Treść tej umowy i nasze zobowiązania były przez nas, ówczesne kierownictwo Kościoła, gruntownie omówione i wszyscy byliśmy bardzo poruszeni i z całego serca zgodni.

Pamiętam dobrze jak byłam podekscytowana, kiedy byliśmy w drodze do Szczecina by podpisać tę umowę. Nauczyłam się kilku zdań po polsku i za wszelką cenę chciałam je wypowiedzieć. Było to dla mnie wówczas bardzo ważne i traktowałam to jako mały znak, ponieważ znajomość języka niemieckiego naszych partnerów i przyjaciół często nas zawstydzała. Językowo nie byliśmy w stanie im dorównać.

Dobrze pamiętam także późniejsze rozmowy. Dostrzegano nieustanną potrzebę opowiadania historii i relacjonowania swojego życia. Stawało się coraz bardziej wyraźne, jak bardzo my, ludzie Pomorza, również ja z historią mojej rodziny, jesteśmy ze sobą związani. Naszym ponadpokoleniowym zadaniem jest inicjowanie rozmów i wspomnień, które stają się zaczerpniętą z przeszłości lekcją mądrości na przyszłość.

Wszyscy zdajemy sobie sprawę z kruchości Europy, pokoju i bezpieczeństwa!

Niestety jest tak, że współcześnie również w naszych krajach znowu daje się słyszeć nacjonalistyczne głosy. Jesteśmy wezwani do tego, by aktywnie propagować idee zjednoczonej, zobowiązanej do pokoju i demokracji Europy. Partnerstwo naszych Kościołów jest symbolem naszej wspólnej, chrześcijańskiej odpowiedzialności, współżycia narodów w poszanowaniu pokoju, człowieczeństwa i wzajemnego szacunku!

Wspomnienie naszej Umowy Partnerskiej podkreśla, jak dobre i ważne jest, aby się spotykać i pielęgnować nasze partnerstwo. Jesteśmy ze sobą związani nie tylko za sprawą historycznie zmieniającego się krajobrazu Pomorza po jednej i drugiej stronie Odry. Jest tego w wiele więcej! To są ludzie, to są wspólne spotkania, to jest znajomość sobie nawzajem i wiedza o sobie nawzajem, to są nowo powstające i wieloletnie przyjaźnie, także różne doświadczenia, dzielenie się problemami i potrzebami, a także wspólne świętowanie, to wszystko wypełnia tę umowę życiem. O tym wszystkim słyszeliśmy i za to wszystko dziękuję, także za to, że ta droga od 2012 roku jest kontynuowana przez Kościół Północy.

Pozwólcie, że zakończę modlitwą z modlitewnika na drogę sprawiedliwości i pokoju, z którego modliliśmy się i śpiewaliśmy latem tego roku, razem z naszymi siostrami i braćmi w Słupsku i Koszalinie – Matthias Tuve wszystkim nam go podarował:

Idziemy dalej swoją drogą, aby postępować zgodnie ze słowami i czynami Jezusa, by być solą ziemi, by szukać sprawiedliwości, budować pokój, ochraniać stworzenie i wygrywać życie. Amen.