Erinnerung

Jubiläum in Rosow

Rosow ist immer einen Besuch wert, hatte ich unter die Ankündigung für den Gedenkgottesdienst am 22. Mai 2016 geschrieben und um es vorweg zu nehmen, so war es auch für uns.
Der kleine Ort liegt direkt an der deutsch-polnischen Grenze, dicht an der Oder in einer wunderbaren Landschaft, ganz in der Nähe bekannter Naturschutzgebiete hat mich auch diesmal wieder bezaubert. Bis zum polnischen Sczeczin (Stettin) sind es ca. 14 km.

Die alte Feldsteinkirche aus dem 13. Jahrhundert – im Krieg stark zerstört – wurde Dank der Initiative eines Fördervereins und mit Hilfe privater Spenden und Mitteln der Gesellschaft für Deutsch-Polnische Zusammenarbeit wieder aufgebaut, als Gedächtnis-Kirche Rosow und als Deutsch - Polnische Gedenkstätte für Flucht, Vertreibung und Neuanfang. Welch gute Idee!

Ein reichhaltiger Veranstaltungskalender mit den unterschiedlichsten Angeboten gibt regelmäßig neue Impulse für einen Besuch. Besonders bemerkenswert der neue Kirchturm – eine offene Stahlkonstruktion - der eine tolle Aussicht bietet.

Ein Fest anlässlich der Wiederkehr der symbolischen Grundsteinlegung für den Wiederaufbau wurde gefeiert. Es begann mit einem festlichen, zweisprachigen, ökumenischen Gottesdienst, bei dem Altbischoff Huber die Predigt hielt, ein polnischer Geistlicher übersetzte. Für die musikalische Gestaltung sorgte das Kammerorchester an Kapernaum. Gottesdienstbesucher aus Deutschland und Polen füllten die Kirche bis auf den fast letzten Platz, einige waren aus der Partnergemeinde in Hamburg angereist, auch der Architekt war anwesend.

Im Garten um die Kirche herum war ein Zelt aufgebaut und so konnte man sich anschließend bei Kaffee und selbstgebackenem Kuchen (lecker!!!) stärken, mit der Gemeinde kam man interessant ins Gespräch.

Den Abschluss bildet ein kleines, aber sehr feines Konzert unseres Kammerorchesters.

Vielleicht habe ich Sie ja neugierig gemacht. Informationen: www.rosow.de

Barbara Simon