Einweihung

Einweihung

Von Rosow kann man wieder die Fernsicht genießen und dabei der Versöhnung die Hand geben. Viele haben nicht daran geglaubt, was am Wochenende wahr wurde: die Kirche ist wieder eingeweiht worden und gleichsam ihrem neuen Zweck zugeordnet worden. Die Bestimmung nun als Gedächtniskirche dem Unrecht und dem Schicksal der erlebten Vergangenheit die Stirn zu bieten wurde vollzogen. Viele Besucher und das gesamte Dorf Rosow zeigten am 9.6. ihren festen Willen mitzumachen. Von nah und fern kamen Freunde des Dorfes oder auch ehemalige Rosower, um bei der Übergabe dabei zu sein. Neben den festlichen Reden zur Entwicklung des Wiederaufbaus und dem Anliegen des Vereins, zwischen den Vertriebenen aus Ost und West Brücken zu bauen und somit dem humanitären Ziel des Vergebens und Versöhnens näher zu kommen

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füllten musikalische Beiträge des Instrumentalkreis an der Dorfkirche Berlin-Lübars einen feierlichen Rahmen. Es erklangen das Divertimento C-Dur von Franz Xaver Richter (1709 –1789), das Konzert für Klavier und Orchester D-Dur von Joseph Haydn (1732 – 1809) unter der Leitung Hartmut Gehlmann und Dr.Horst Niesar am Klavier. Ein offenes Singen und eine Lesung von Wolfram Scheller (Der Engel aus dem 13. Jahrhundert. – Aus G. Giovannino: Don Camillo und seine Herde) lockerten die zweieinhalbstündige Veranstaltung auf. Es waren sicherlich dreihundert Gäste, die große Zufriedenheit über das gelungene wiederhergerichtete Bauwerk  zeigten. Architekt Hansen erklärte in seiner Ansprache die Unwägbarkeiten, die bei der Abwicklung dieser Maßnahme zu überwinden waren, sodass zum Schluss doch wieder eine Kirchturmspitze mit einer Höhe von 45m über Rosow herausragt. Das Architektenbüro Köhler & Jansen aus Ahrensburg war schon lange vor der Wende mit Rosow verbunden, denn schon zur DDR Zeit übernahmen die Ahrensburger die Patenschaft über die zerstörte und verfallene Kirche. Bei dem Ausschreibungwettbewer, der einer zeitgemäßen Wiederaufbau wünschte, gewann das Team eindeutig vor den Mitbewerbern, zeigt doch ihre Idee einen eindeutigen Bezug zum alten imposanten Kirchengebäude, das die Rosower eben liebten. Innerhalb eines Jahres wurde dann der Wiederaufbau durchgeführt. Immerhin flossen dabei 700.000,-Euro aus Brüssel nach Rosow. Ein Forum für die Verständigung zwischen dem Nachbarn Polen und Deutschland zog, grenzübergreifend Vergangenheit aufzuarbeiten und Freundschaft zu entwickeln und zu pflegen hat einen Standort. Die laufenden Kosten können durch die Einnahmen gedeckt werden, die die angebrachte Photovoltaikanlage einbringt.

Zum Kaffee und Kuchen wurde anschließend vom Vereinsvorsitzenden Karl Lau eingeladen