Aktivitäten 2003

Mit großem Erfolg konnte das Jahr 2002 in Rosow an der Entwicklung des Projektes  “Gedächtniskirche Rosow” abgeschlossen werden. Neue Akzente sind für das Jahr 2003 schon gesetzt und werden kontinuierlich weiterbearbeitet.  Es gibt berechtigte Hoffnung zur konkreten Weiterentwicklung.

Herauszustellen ist hier sicherlich die Bereitstellung von 2500€ als Starthilfe für unseren Förderverein.

 ... die Kirche soll im Dorf bleiben, wieder Mittelpunkt für Christen und Nichtchristen  werden und dadurch auch als Bauwerk wieder hergestellt werden..., so der Grundgedanke engagierter Bürger unseres Ortes Rosow im Nordosten des Landkreises Uckermark und Grenzgemeinde zu Polen. -

Ein klassisches Konzert ist ein kleiner Höhepunkt für den 8. August 2003. Bitte merken Sie sich diesen Termin vor.

Nicht nur Gemeindekirchenmitglieder hatten diesen Wunsch. - Der Gemeindekirchenrat ist einer „großen Koalition“ in dieser Frage sehr offen, schon aus Finanzierungsgründen. - Die Kirchengemeinde kann es allein nicht schaffen. - Es ist auch keine besondere Kirche, eher das Gegenteil. - Im Laufe ihrer Geschichte erfuhr sie Veränderungen, bis hin zur letzten Zäsur im April 1945,  der Zerstörung bis auf die Umfassungsmauern, den engagierten und bewundernswerten, aber eben nur provisorischen Wiederaufbau bis Ende der 50er Jahre, den aber keine Nachhaltigkeit beschieden war, die Machtverhältnisse in diesen Teil Deutschlands beförderten nicht gerade kirchliches Engagement und so verwahrloste das Gebäude wieder und weiter.-

Die Besonderheit dieser Kirche liegt in ihrer künftigen Bestimmung, mit der wir nun seit gut einem Jahr auch an die Öffentlichkeit getreten sind und zwar mit der Vorstellung unseres Projektes eine Gedenk- und Begegnungsstätte für Flucht, Vertreibung und Neuanfang mit engem Bezug zu unserer Region auf beiden Seiten der Oder aufzubaue.

Ziel unseres Engagement ist es, unsere 700 jährige Dorfkirche zu erhalten und über das jetzt schon Erreichte, z. B. wieder kirchliche Höhepunkte zu feiern, bis zu dokumentarischen und künstlerischen Präsentationen, mit einer umfassenden Wiederherstellung als lebendige, moderne Begegnungsstätte zu schaffen.

Dabei halten wir, Verein und Freundeskreis an dem traditionellen äußeren Erscheinungsbild unserer Kirche fest.  

Im Kirchenschiff finden seit August 2002 sporadisch Begegnungen zum Thema Flucht und Vertreibung und der Zukunft unserer Region statt, immer auch unter Teilnahme und Mitwirkung von polnischen Partnern, wie z.B. des Museums von der Stargard Szczecinski. - Gegenwärtig zeigen wir eine Bilderausstellung, wieder von unseren polnischen Partnern vermittelt.

Und so ist diese Preisverleihung ein weiterer beachtlicher Schritt, das Vorhaben voranzubringen.- Wir werden diese Auszeichnung auf dem mühsamen Weg der Fördermittelbewilligung und Beschaffung von Eigenmitteln als Argumentation und Reputation für uns nutzen. 

Karl Lau (Vorsitzender des Förderverein)