22.Mai 2016

onntag,  22. Mai 2016, 14:00 Uhr

Ökumenischer Festgottesdienst mit dem
Kammerorchester Kapernaum Berlin

10 Jahre  symbolische Grundsteinlegung

Festgottesdienst erfreute fast 150 Besucher von nah und fern, stimmungsvolle Feier mit Kammermusik und nachdenkenswerten Beiträgen über grenzenübergreifendes Handeln.

Der Förderverein Gedächtniskirche Rosow machte seinem Auftrag alle Ehre. Versöhnung und Zusammenarbeit sind Ziele, die durch die aktuelle Flüchtlingssituation in Deutschland und Europa in der Realität hautnahen Bezug genommen haben. Die Erinnerung an die Zeit vor 70 Jahren zeigt ihr Spiegelbild in der aktuellen Situation. Vor diesem Hintergrund stimmten in Wort und Musik  die Predigt von Bischof Huber und die Beiträge des Kammerorchesters Kapernaum Berlin unter Leitung von Alexander Kugler. 

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Unter der Leitung von Pastor Klaus-Heinrich Kanstein, ehemaliger Superintendent von Prenzlau und den weiteren Liturgen Ksiądz Jerzy Brocławik, Żabnica und Ksiądz dr hab. Cesary Korzec, Rosow, wurde der Anlass der Veranstaltung, symbolische Grundsteinlegung vor 10 Jahren, als bedeutungsvolles Ereignis im grenzübergreifenden Gebiet um Rosow im unteren Odertal herausgestellt. Viele Menschen haben in den Nachkriegsjahren diesseits und jenseits de Oder einen neuen Lebensmittelpunkt gefunden, seien es die vertriebenen polnischen Bürger aus ihren Ostgebieten oder die deutschen Flüchtlinge aus ihren Ostgebieten.

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So ließ es sich auch Bischof i. R. Prof. Dr. Wolfgang Huber nicht nehmen, mit seinen Worten auf die symbolische Grundsteinlegung einzugehen: Diese Symbolik schlägt sich nicht nur auf den Wiederaufbau vor 10 Jahren nieder, sie lässt sich übertragen und erweitern auf die Reformation vor 500 Jahren, auf den Bau der Kirche vor ca. 800 Jahren und natürlich auch auf den Beginn der Christenzeit vor 2000 Jahren, alle dienen dazu, christliches humanitäres Handeln als Maxime menschlichen Handelns zu wünschen und zu fordern. Ohne Grenzen Nächstenliebe zu pflegen und zu praktizieren bleibt eine Herausforderung bis in das Hier und Jetzt. Mauern überwinden, das Fremde annehmen und akzeptieren gehört zum humanitären Menschenbild. Die Tranzparenz des Rosower Kirchturms zeigt durch die einmalige offene Stahlkonstruktion als Symbol die gewünschte Durchlässigkeit grenzenübergreifenden Handelns. Dieser ökumenische Gottesdienst, der in Deutsch und in Polnisch gehalten wurde, wird sicherlich noch lange zum Nachdenken anregen und vielleicht auch zum Mitmachen ermuntern. Packen wir es doch an..

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Gruß- und Dankesworte nach dem Festgottesdienst

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Grenzenlos in die Ferne schauen, gönnten sich Bischof Wolfgang Huber und Architekt Hans-Peter Hansen auf der Plattform des Kirchturms. Herr Hansen erklärte bei dieser Gelegenheit die Entwicklung des Wiederaufbaus.

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Bei herrlichem Wetter und strahlendem Sonnenschein konnten die Besucherinnen und Besucher ihren Kuchen mit Kaffee genießen, zu dem der Förderverein eingeladen hatte. Dankenswerterweise haben viele Frauen aus der dörflichen Umgebung durch selbstgebackenen leckeren Kuchen einen großen Beitrag geleistet, dazu gebührt ihnen ein großes Dankeschön. Viele weitere helfende Geister sorgten für die Zubereitung von Kaffee und für die Bereitstellung von weiteren Getränken.

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Ein weiteres Kammerkonzert erfreute ein volles Gotteshaus noch einmal um 16 Uhr. Beiträge von Mozart, Telemann und Williams rundeten einen wunderbaren Tag zum Gedenken an den Wiederaufbau der alten Rosower Kirche ab.

Herzlichen Dank an alle, die zum Gelingen dieses Festtages beigetragen haben, ich verzichte hier auf die vielen, vielen Namen. Insbesondere gilt der Dank denjenigen, die nicht auf der Bildfläche erschienen sind, weil sie im Stillen und hinter der “Bühne” mit großartigem Einsatz geholfen haben.

BL

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