11. Mai 2013

Veranstaltungen in der Gedächtniskirche Rosow 2013

Samstag,  11. Mai 2013, 15:00 Uhr
Singen im Mai mit dem Gartzer Stadtchor (Leitung: Dagmar Giese)
und dem Stettiner Kammerchor Vocalis (Leitung: Anja Goduńska)

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Das Veranstaltungswochenende am
11./12. Mai 2013 war für die Gedächtniskirche Rosow ein neuer Höhepunkt.

Am Sonnabend boten der Gartzer Stadtchor mit seiner Leiterin Dagmar Giese und der erstmals in Rosow aufgetretene Kammerchor Vocalis mit seiner Dirigentin Anja Goduńska auf hohem künstlerischen Niveau ein weit gefächertes Programm. Das Konzert wurde von vielen als ein weiterer gelungener Meilenstein in der deutsch-polnischen Zusammenarbeit gewürdigt. Die insgesamt 50 Mitwirk- enden – unter ihnen 2 Jugendliche (Tom Schmeichel, Trompete, und Julian Lentz, Klavier) wurden immer wieder in der mit 270 Besuchern völlig überfüllten Kirche durch anhaltenden Applaus belohnt.

Am Sonntag erlebten 87 Menschen (darunter ca. 20 Kinder und Jugendliche verschiedener Nationalitäten) mit einem Gottesdienst die Eröffnung der Ausstellung “2000 Jahre Christentum”. Die spontane Bereitschaft von Ksiądz Cezary Korzec (Rosow), sich mit Grußwort und Gebet am von den beiden Liturgen, Pfr. Bernhard Riedel (Penkun) und Pfr. i. R. Oswald Wutzke (Gartz), gestal- teten Gottesdienst zu beteiligen, wurde als Zeichen gelebter Ökumene empfunden. Beeindruckend waren auch die Worte von Herrn Traugott von Below, dem Initiator und Vermittler der Ausstellung. Erwähnenswert sind nicht nur die zeugnishaften Gedanken zu seinen mit der Ausstellung verbundenen Anliegen, sondern auch die Ausführungen zu seinem Lebensweg, der ihn jetzt zum 1. Mai veranlasst hat, seinen Wohnsitz von Potsdam nach Gartz zu verlegen.

Beide Veranstaltungen boten mit der Einladung zum anschließendem Kaffee und dem von lieben Menschen der Gegend gebackenen Kuchen Gelegenheit zu Begegnungen und Gesprächen. Alles wurde wieder in bewährter Weise vom Ortsvorsteher und Vorsitzenden des Fördervereins, Karl Lau, organisiert und moderiert.

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29 bestens aufgelegte Sänger besingen Mai in Sommerlaune

Rosow (MOZ) Die Gedächtniskirche Rosow konnte den Ansturm der Besucher am Samstag kaum fassen. Mit so großem Interesse am "Singen im Mai" hatten selbst die Veranstalter nicht gerechnet.

Auch zusätzlich herbei getragene Bänke konnten nicht verhindern, dass einige Zuhörer das Konzert im Stehen verfolgen mussten. "Die Feuerwehr arbeitet, der Sport trainiert und sogar der Anglerverein trifft sich grenzüberschreitend", stellte Karl Lau in seiner Begrüßungsansprache fest. So findet es der Bürgermeister des Ortsteiles nur gut und richtig, dass der Stadtchor Gartz ebenfalls mit den Kollegen vom Kammerchor Vocalis aus Stettin zusammenkommt, um gemeinsam zu musizieren.

Die Gartzer eröffneten den Nachmittag mit der "Frühlingsahnung" von Robert Schumann. Heiter beschwingt, im Sinne dieser Jahreszeit, ging es weiter mit Bartholdys "Leise zieht durch mein Gemüt" und dem 360 Jahre alten Kirchenlied Paul Gerhardts, das zum Volkslied wurde, "Geh aus, mein Herz, und suche Freud".

Begleitet wurden die 29 Sänger und Sängerinnen von Julian Lentz am Piano.

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Besinnlich und sakral wurde es mit dem Betreten des Altarraumes durch die polnischen Vokalisten unter Leitung von Anja Godunska. Religiöse Lieder sind das Herzstück ihres Repertoires, beschreiben sie ihr Ensemble selbst, und so begannen sie mit zwei geistlichen Stücken zeitgenössischer polnischer Komponisten. Aber auch die beschwingte und lebhafte Seite zeigten die fünf Herren und dreizehn Damen, welche, passend zur derzeitigen Flora, teilweise fliederfarbene Ponchos trugen. Internationale Volks- und Liebeslieder, die "Nachtigall" von Bartholdy und das deutsche Kinderlied "Tanzen und Springen" bereicherten das Gastspiel, über welches sich der Chor sehr freute. Für die Übersetzung der Inhalte sorgten die Mitglieder selbst.

Beim Gartzer Chor ging es weiter mit Franz Schöggls Variationen der launigen Forelle von Franz Schubert und einem Walzermedley. Spätestens "Wenn der weiße Flieder wieder blüht" animierte viele Zuhörer zum Mitsingen. Das von Chorleiterin Dagmar Giese gesungene Ave Maria, instrumentiert von Julian Lentz und Tom Schmeichel, erzeugte dagegen atemlose Stille und anschließend begeisterten Applaus.

Der kam nicht nur von deutschen und polnischen Besuchern. Auch dänische Gäste waren im Publikum. Sie gehörten zu einer zwanzigköpfigen Gruppe, die regelmäßig um Himmelfahrt den Austausch mit Hohenreinkendorf und Umgebung pflegt. Eine der Gastgeberinnen, Marion Gandre aus Tantow, sah im Besuch dieses Konzertes eine gelungene Vorbereitung auf den bevorstehenden Abschlussabend. Der Berlinerin, die 2006 in die uckermärkische Heimat zurückgekehrt ist, gefiel besonders die Einbeziehung der Trompetensoli von Tom Schmeichel und dass in Rosow der europäische Gedanke gelebt wird.


Der konnte anschließend bei Kaffee und selbst gebackenem Kuchen fortgesetzt und weiter ausformuliert werden. Währenddessen wünschte sich Karl Lau eine Wiederholung, diesmal dann auf der polnischen Seite der Grenze.

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